Anfahrt:
Schon wieder an einem Sonntag unmenschlich früh aufstehen!
Gegen 7:15Uhr bin ich dann irgendwie in Zwenkau...
1. Streich: 30er Runde:
Am Start sehe ich die üblichen Verdächtigen. Alles was man aus der Umgebung an Vereinsportlern / Bahnfahrern so kennt

Zu Beginn gibt es ein paar Attacken aber keine funktioniert. Auf der Kuppe der Brücke Richtung Kraftwerk tritt der "Otto"-Bahnfahrer an und er darf weg. Er ist bis zu ersten Zieldurchfahrt vorn. In der scharfen Rechtskurve zur Zielgerade trete ich an, komme weg und nehme die Verfolgung auf. Auf der Zielgerade bin ich bei ihm, er tritt an und stürzt!

Nach dem Rennen habe ich den Grund erfahren: sein Lenker ist gebrochen!

...Bahnfahrer! Spaß bei Seite. Zum Glück hat er sich nicht ernst verletzt.
Schwupp ist das Feld auch schon wieder da und Sebastian macht Druck, kommt aber nicht weg. Weiter Attacken folgen bis wieder Ruhe einkehrt und das Tempo verschleppt wird

Dann 6km vor dem Ziel weitere Attacken - alle werden pariert. 4-5km vor dem Ziel eine weitere. Sieht gut aus denke ich mir und gehen mit. Drehe mich noch kurz um, passt, weg. Zu 2 wechseln wir ein paar mal durch. Haben auch Speed aber das Feld holt uns wieder. In der Rechtskurve zur Zielgerade trete ich nochmal an. Ein Sprint auf 1,2km ist aber ein bissel lang und schnell gibt es eine breite Front - alle sind wir nebeneinander. Wo ist Sebastian - er kann sprinten - nicht zu sehen... Wir fahren in dieser Formation durch den Kreisel. Plötzlich schepperts derbe hinter uns. Später gab es zerbrochene Gabeln und blutiges zu sehen

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Dann geht der Sprint richtig los. Leider fehlte mir dann etwas der Punch und ich konnte nicht mitgehen. Hatte aber eine gute Sicht auf die Sprinter, die es besser konnten.
Schöne Sache. Kurz und gut. Mi67 könnte das von vorn fahren ...

Team Grupetto holt Platz 3 in der Teamwertung
2. Streich: 125er Runde:
Eine halbe Stunde verschnaufen ist recht kurz. Der Körper wehrt sich noch vor der Nahrungsaufnahme... dann geht es mit rel. schweren Beinen los.
Bis km 60 ein schönes Rennen. Hat ein bischen gedauert, bis ich mich zu Frank und den üblichen GCC-Verdächtigen vorgearbeitet habe.
Das grimmigste Gesicht brauchte an der Kohlenstraße nicht zu sehr aufgesetzt werden aber dennoch ist kurz vor der Bergkuppe eine kleine Lücke gerissen. Nagut, zu 3-4 sind wir der Spitze (ca. 40 Fahrer laut Chicks) über die kurzen Hügel und die Abfahrten hinterher. Bei km 60 (das müsste Kaditzsch sein) hatten wir den Zipfel der Spitzengruppe wieder und es ging in eine Dorf-Durchfahrt mit einer steiler werdenden, sich verjüngende Linkskurve. Die gefährlichste Stelle im ganzen Rennen und die durchaus vorhanden Helfer quatschten nur ... Mein Vordermann hat diese Kurve nicht mehr geschafft, musste in eine Ausfahrt ausweichen und quetschte mich gegen den Bordstein. Es folgte das nur zu gut bekannte Abroll/Sturz-Manöver über die rechte Schulter. Ich merkte noch ein "Plopp" in dem Bereich als ich den Boden mit meinem Körper beehrte. Nach dem Aufstehen und Schulterstrecken machte es abermals "Plopp" und das Schlüsselbein war wieder in Position. Hört sich witzig an, schmerzt aber jetzt ganz zünftig. Diese plopperrei war mir zu unheimlich, sodass ich das Angebot der Helfer an nahm, den Rettungswagen zu holen. Die Sanitäter schauten sich das an und meinten, dass es (wieder) ok aussieht. Ich beschloss auf den Besenwagenexpress von zoro, chelm und foxxy zu warten und organisierte dazwischen eine Kurven-Warn-Truppe aus den Feuerwehrleuten. Plötzlich gab es auch keine Stürze mehr - na sowas.
Die Rückfahrt war dann nochmal ein schöner Trainingsreiz für die renn-vorbelasteten Beinchen mit etlichem Gejubel am Straßenrand.
Team "Hallzig Express 1", für das ich diese Runde gefahren bin, hatte in diesem Fall nicht so viel von mir. Trotzdem Danke fürs Überreden und für die Möglichkeit bei euch zu starten
Da meine
platonische Freundin Antje auch inzwischen in Zwenkau war, schauten wir uns mit einem Eis in der Hand noch die Profis an.

- Siegerehrung Profis