Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

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Frank
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von Frank » Di 30. Aug 2011, 07:35

an alle, die den Ötztaler geschafft haben :daumen: :hut: :anbetung:
crishi hat geschrieben:Als nächstes kam dann das Timmelsjoch ,was da im ersten drittel passierte kann ich nicht sagen. Auf einmal war "der Mann mit dem grossen Hammer" da. Und es war vorbei und zwar richtig.Ich war total am Ende. Es ging nichts mehr.Ich kroch nur noch das Timmelsjoch hoch.So eingegangen bin ich wohl noch nie. Ein schleichender Plattfuss tat noch sein übriges. Das war aber nur eine Randerscheinung. Eingeplant waren für das Timmelsjoch 2:05 h gebraucht habe ich 2:41 h - ohne Worte.
Mit dem Timmelsjoch habe ich auf jeden Fall noch eine Rechnung offen.
die ersten 1000 hm sind auch extrem steil - immer so um die 10%, oft auch darüber (sagt der Garmin)
als ich im Sommer dort hoch bin, war das Wetter sehr schlecht :regen: :bibber: :zeter: so dass ich umgekehrt bin, als dieses lange Flachstück anfing
ich habe also auch noch eine Rechnung offen, da ist hoffentlich das Wetter besser
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Radler
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von Radler » Di 30. Aug 2011, 08:33

peso hat geschrieben:Spitzenzeiten sind unter 8 h. ;)
Da sieht man mal, wie relativ das ist. Ich fänd 9 h außerirdisch....
crishi hat geschrieben:eher durchschnittliche Zeit keinnen epischen Bericht rechtfertigt
Oder gerade doch. War doch auch Dein erster, oder?

Woran lags denn Deiner Meinung nach nun: Die ersten Pässe zu schnell angegangen oder/und zu wenig gegessen/getrunken?

Nachtrag: Wie lange kann man eigentlich das Timmelsjoch hoch fahren. Ich wär ja Ende Oktober nochmal ne Woche in der Gegend :gruebel:

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fischi
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von fischi » Di 30. Aug 2011, 10:54

Radler hat geschrieben:
Nachtrag: Wie lange kann man eigentlich das Timmelsjoch hoch fahren. Ich wär ja Ende Oktober nochmal ne Woche in der Gegend :gruebel:
So lange, bis der erste große Schnee kommt, aber da fragst du besser Kachelmann ;) Meist werden aber so Mitte bis Ende Oktober die Schotten dicht gemacht.
Wenn`s schwer geht, geht´s bergauf

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Frank
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von Frank » Di 30. Aug 2011, 11:08

fischi hat geschrieben:
Radler hat geschrieben:
Nachtrag: Wie lange kann man eigentlich das Timmelsjoch hoch fahren. Ich wär ja Ende Oktober nochmal ne Woche in der Gegend :gruebel:
So lange, bis der erste große Schnee kommt, aber da fragst du besser Kachelmann ;) Meist werden aber so Mitte bis Ende Oktober die Schotten dicht gemacht.
einfach das Rad mitnehmen und den Wetterbericht verfolgen - Mitte Juli hat es dort geschneit, vielleicht hast du Glück und Ende Oktober scheint die Sonne :cool: :schwitz:
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Radler
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von Radler » Di 30. Aug 2011, 11:29

Na dann werden wir mal sehen. Jaufenpass sollte ja auf jeden Fall offen sein, solange nicht der ganz grosse Wintereinbruch kommt. Rad - wenn auch nur die WP-Schmette, wollte ich eh mitnehmen.

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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von Cotopaxi » Di 30. Aug 2011, 16:51

Da habt ihr nun meinen Senf ;)

Sehr "gewohnungsbeduerftig" fand ich die Stunden vor der eigentlichen Veranstaltung. Die Hinfahrt nach Soelden am Freitag Nachmittag bei ca. 35grad war anstrengend, am Samstag Mittag begann es zu gewittern und zu hageln, die Temperatur viel auf 3Grad.
Auf dem Campingplatz wurden Daunenjacken und Wintermuetzen getragen. Am Nachmittag zog dann das groebste aus dem Tal, die Sonne zeigte sich wieder und keine 300hm ueber uns waren die Berge in ein frisches Weiss gepudert.
Schneebedeckte Autos kreuzten durch Soelden. Und am Sonntag sollte wirklich-wirklich Kaiserwetter werden????

4:30Uhr klingelte der Wecker, 1.5 Grad zeigte das Thermometer, die Autos auf dem Campground waren mit einer Eisschicht ueberzogen. Toll!
Was nur anziehen? So richtig alte Klamotten, z.b. Blaumann oder Lackiererschutzanzug hatte ich in Erwartung besseren Wetters nicht mitgenommen ;o(
Also, Knielinge, winddichte Ueberschuhe, Armlinge, Wind-Regen-Jacke und ein Buff mussten es richten.

Im Gegensatz zu Bergfloh und Crishi hatte ich mich mental auf eine "ruhige RTF" eingestellt, auch wenn einige hier im Forum versuchten Druck aufzubauen und mich zur Raserei verleiten wollten ;o)
Um das Thema Zwischenzeiten, Distanzen und Hoehenmeter hab ich mir ueberhaupt keine Gedanken gemacht, einzig die Warnung vor dem Timmelsjoch schwebte im Unterbewusstsein mit.
Ich war Oetzi-Ersttaeter, kannte aber alle Paesse von frueheren "Expeditionen", leider aber von der falschen Seite.

Nun, ich "musste" also nicht schon eine Stunde vor Start in die Kaelte, sondern wartete mit meine GenussteamKollegen bis wenige Minuten vor Beginn der Hatz im waermenden Bus.
Dann rollten wir ans hintere Ende der Meute und draengelten uns noch ein paar Meter vor. Den Startschuss haben wir gar nicht mitbekommen, irgendwann setzte sich der kollektiv frierende Haufen zaeh in Bewegung.
Bis Oetz hatte wohl jeder mit beschlagenen Brillen und kalten Fingern zu tun, insgesamt wurde sehr defensiv gefahren. Beim Aufstieg zum Kuehtai blieb das gefuerchtete Stop&Go aus, dennoch fand ich es schwer einen gleichmaessigen Rhythmus zu finden.
Es herrscht ja die einhellige Meinung unter den ambitionierten Oetziteilnehmern, dass man den Kuehtai voll fahren muss, um vor der Brennerpassage eine schnelle Gruppe zu erwischen.
Kann man machen, muss man aber nicht. Ich bin mit 120er Puls seeehr gemuetlich den Kuehtai hoch, 1h:17m. Hauptsache nicht verrueckt machen lassen und wohlmoeglich ueberdrehen! Die Abfahrt nach Innsbruck war saukalt, ich konnte es aber gut laufen lassen.
Ungluecklicherweise verlief die Brennergruppenbildung sub-optimal, anfangs waren wir nur zu fuenft, natuerlich war ein fauler Italiener mit dabei, der nie seine Nase in den Wind halten wollte. Hauptsache die Haare schoen.
Auf ca. der Haelfte zum Brenner wurden wir von hinten aufgerollt. Gut, ich konnte mich etwas ausruhen; schlecht, das Tempo blieb recht niedrig.
Die Brennerlabe habe ich ausgiebig genutzt. Wasserreserven wurden aufgefrischt und lecker Kaesebrote vertilgt. Dazu ein paar Bananen fuer die Unterwegsverpflegung eingepackt und ab gings Richtung Sterzing.
Beim Aufstieg zum Jaufenpass hatte ich meinen Flow gefunden, total lockere Beine, Kraft ohne Ende. Mit 70er Cadenz, 155er Puls bin ich foermlich hochgeflogen. Inkl. 7min Rast brauchte ich 1h:16min.
An der Labe kurz unterhalb des Jaufenpasses beging ich wohl den Fehler des Tages. Anstelle auf altbewaehrte Getraenke wie Wasser oder Cola zu vertrauen, experimentierte ich mit einem halben Liter Redbull, dazu Frischkaesebrote und Kuchen.
Nach dieser Press-Fress-Orgie fuehlte ich einen gewissen Auswurf-Stimmulus.
St.Leonhard empfing mich mit mediteraner Hitze, die Uhr zeigte 30Grad. Mir war unertraeglich warm und ich hab transpiriert wie Pferd. Der lange Aufstieg zum Timmelsjoch begann, genau wie meine Leiden. Recht schnell begriff ich, dass ich a. zu wenig und b. falsch getrunken hatte. Verfluchtes Redbullgezeux!
Kraempfe kuendigten sich an, zuerst leichtes Beissen in den Obeschenkel. Spaeter heftige Kraempfe in den Unterarmen. Also, Regel Nummer eins: Ruhe bewahren!!! Locker werden, Druck vom Pedal, Cadenz erhoehen. Und wenig aber haeufiger trinken.
Langsam aber stetig wurde ich von meinen Mitstreitern wieder ueberrollt, das fand ich sehr deprimierend.
Trotz laengerer FutterPause, Spontan-Magnesium-Therapie und Lockerungsuebungen an der letzten Labe in Schoenau war der grosse Dampf raus, bis zum Ende des Timmelsjochs konnte ich keinen WunschDruck mehr aufbauen. Die Lockerheit war weg.
Waehrend ich so vor mich hinkurbelte genoss ich die spektakulaere Aussicht auf die Gletscher, erfreute mich an den Schneeresten des Vortages und erreichte leicht gequaelt das Joch. In Summe 2h:22min, ganz schoen schlecht :o(
Aber eigentlich wollte ich gar nicht gegen die Uhr fahren! Das ist vlt. auch der Grund warum ich nicht so euphorisch bin, ob der doch guten Zielzeit von fast 9 Stunden und 2 Minuten.
Hauptsache alle sind heil angekommen, haben gefinished und ihren Spass gehabt.

Uns Ulle hab ich auch gesehen, allerdings erst auf der Abendveranstaltung. Und nein, das Taetigen von Ablichtungen und dererlei aehnliche Belaestigungen habe ich unterlassen.

In dem Sinne, Sport frei!

ciao rix

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mi67
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von mi67 » Di 30. Aug 2011, 20:58

Cotopaxi hat geschrieben:Da habt ihr nun meinen Senf ;)
Meine Glückwünsche zum Finishen - in achtbarer Zeit! Ja, der Morgen war saukalt und der wunderschöne Blick auf die überpudert gleissenden Hänge in der Morgensonne erwärmte zwar Auge und Herz, nicht aber die Zehen und Fingerspitzen.
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von Charlie » Di 30. Aug 2011, 21:14

mi67 hat geschrieben:
Cotopaxi hat geschrieben:Da habt ihr nun meinen Senf ;)
Meine Glückwünsche zum Finishen - in achtbarer Zeit! Ja, der Morgen war saukalt und der wunderschöne Blick auf die überpudert gleissenden Hänge in der Morgensonne erwärmte zwar Auge und Herz, nicht aber die Zehen und Fingerspitzen.

Dazu kann ich nur sagen/zeigen...
(am Morgen in unmittelbarer Nähe)
Alpenkurztrip 012.jpg
Jungs, das war ein starkes Ding von euch!

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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von blue64 » Fr 2. Sep 2011, 12:11

es hätte auch anders kommen können:

http://www.rad-net.de/index.php?newsid=24446&rss=1

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mi67
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Re: Ötztaler Radmarathon 2011 - 28.08.2011

Beitrag von mi67 » Fr 2. Sep 2011, 13:10

blue64 hat geschrieben:es hätte auch anders kommen können:
... weswegen wir unseren schönen Bergausflug ja auch wohlweislich um einen Tag nach hinten verschoben haben. :D

Wie wohl die Organisatoren einer so vom Kommerz geprägten Veranstaltung wie dem Ötzi bei einen solches Schnee-Szenario reagieren würden? Zum Glück für alle Teilnehmer musste das dieses Jahr um einen Eintagesabstand nicht herausgefunden werden.
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