Aktuelles Renngeschehen
Bericht, der bald auf rsv-speiche.de zu lesen ist.
Deutsche Meisterschaften Einzelzeitfahren Neuwied
Am 24.06. stand für mich ein persönliches Highlight mit den deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren an. Da ich meine UCI-Punkte leider 5 Tage zu spät errang, blieb mir der Start beim Straßenrennen am Sonntag verwehrt und so konnte man Übernachtungskosten sparen.
Bestens ausgerüstet mit einem Megaphon vom Roger und aerodynamischen Material vom Steffen, dahingehend besonderen Dank, reisten mein Vater und ich einen Tag früher an. Bei der Startnummernausgabe wurde auch gleich eine Ausnahme für meine Zeitfahrposition beantragt. Das muss man mittlerweile auf einem Formular beim Wettfahrausschuss einreichen.
Am nächsten Morgen, dann die erste Ernüchterung 11°C und Regen. Zum Glück besinnt sich Petrus und schenkt mir ab 10 Uhr einen Korridor von Niederschlagsfreiheit, damit ich die Strecke noch einmal mit dem Rad besichtigen kann. Um 12 Uhr starten die Frauen und wie letztes Jahr in Sangerhausen kommt es pünktlich zum Start zum Wolkenbruch, welcher nach einer halben Stunde wieder aufhört. Danach zeigt sich die Sonne und es wird richtig schön, sodass das Thermometer auf 20°C klettert. Ich bewege mich zur Materialkontrolle, wo man mein Rad nicht abnimmt. Etwas Regellehre: Die Sattelspitze muss mindestens 5cm hinter und die Extensions dürfen maximal 75cm vor dem Lot durch die Tretlagerachse liegen. Meine Sattelposition passt und meine Extensions sind 77cm vor dem Tretlager. Die Ausnahme aus morphologischen Gründen wird dann anerkannt, wenn der Winkel zwischen Oberarm und Unterarm maximal 120° in Zeitfahrposition beträgt, dummerweise misst mein Winkel 130°. Also Extensions 2cm zurückgeschraubt.
Als die Besten der U23 kurz vor 15 Uhr starten wird das Wetter wieder schlechter: Regen, heftige Böen und die Temperatur sinkt. Nur noch 45min bis zu meinem Start. Eine graue Wolke wälzt sich über uns und das Hoffen und Beten, dass sie sich nicht entleert, beginnt.
Um 15.47 starte ich dann. Leider sind die 2 Fahrer genau vor mir nicht angetreten, sodass der mentale Faktor des Heranziehens entfällt. Die gefährlichsten Ecke kommt gleich 500m nach dem Start, denn nach einer langgezogenen Rechtskurve geht es durch eine Unterführung und im 90° Winkel links weg auf die Bundesstraße 42, welche man nun für 21km folgt. Also Kopf runter und Vollgas. Die Straße ist nass, aber bis auf ein paar Tropfen von oben bleibt es trocken. Es ist windig … für mich zu windig. Es geht richtig schwer … den Begriff ins Rollen kommen erreiche ich nicht wirklich und so quäle ich mich im Gegenwind bis zur Wende. Meine Zwischenzeit beträgt 28:51 min. Das Wetter bessert sich und jetzt scheint die Sonne. Mit Rückenwind ausgestattet geht es dann natürlich schneller, aber nicht leichter. Zum allerersten Mal frage ich mich, warum es kein 10-er Ritzel gibt. Wenn es eins gäbe, ich hätte es gekettet! So fliege ich Rück zu mit Großteils 53x11/12 und erreiche nach 55:40min das Ziel. In diesem Moment bin ich Vierter, aber die Besten kommen ja noch. Am Ende wird es der 21. Platz. Grabsch fliegt in 49:51min zum Sieg. Seine maximale Übersetzung von 58x11 würde wohl nicht mal bei der Steher-DM gefahren werden, aber sie ermöglicht einen Siegerschnitt von 50,8km/h.
Als kleiner Zusatz für die Leser der News gibt es meine Garmin-Aufzeichnung vom Zeitfahren. Bei Grabsch sieht das wahrscheinlich ähnlich aus, nur dass er überall 5km/h schneller fährt!
Deutsche Meisterschaften Einzelzeitfahren Neuwied
Am 24.06. stand für mich ein persönliches Highlight mit den deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren an. Da ich meine UCI-Punkte leider 5 Tage zu spät errang, blieb mir der Start beim Straßenrennen am Sonntag verwehrt und so konnte man Übernachtungskosten sparen.
Bestens ausgerüstet mit einem Megaphon vom Roger und aerodynamischen Material vom Steffen, dahingehend besonderen Dank, reisten mein Vater und ich einen Tag früher an. Bei der Startnummernausgabe wurde auch gleich eine Ausnahme für meine Zeitfahrposition beantragt. Das muss man mittlerweile auf einem Formular beim Wettfahrausschuss einreichen.
Am nächsten Morgen, dann die erste Ernüchterung 11°C und Regen. Zum Glück besinnt sich Petrus und schenkt mir ab 10 Uhr einen Korridor von Niederschlagsfreiheit, damit ich die Strecke noch einmal mit dem Rad besichtigen kann. Um 12 Uhr starten die Frauen und wie letztes Jahr in Sangerhausen kommt es pünktlich zum Start zum Wolkenbruch, welcher nach einer halben Stunde wieder aufhört. Danach zeigt sich die Sonne und es wird richtig schön, sodass das Thermometer auf 20°C klettert. Ich bewege mich zur Materialkontrolle, wo man mein Rad nicht abnimmt. Etwas Regellehre: Die Sattelspitze muss mindestens 5cm hinter und die Extensions dürfen maximal 75cm vor dem Lot durch die Tretlagerachse liegen. Meine Sattelposition passt und meine Extensions sind 77cm vor dem Tretlager. Die Ausnahme aus morphologischen Gründen wird dann anerkannt, wenn der Winkel zwischen Oberarm und Unterarm maximal 120° in Zeitfahrposition beträgt, dummerweise misst mein Winkel 130°. Also Extensions 2cm zurückgeschraubt.
Als die Besten der U23 kurz vor 15 Uhr starten wird das Wetter wieder schlechter: Regen, heftige Böen und die Temperatur sinkt. Nur noch 45min bis zu meinem Start. Eine graue Wolke wälzt sich über uns und das Hoffen und Beten, dass sie sich nicht entleert, beginnt.
Um 15.47 starte ich dann. Leider sind die 2 Fahrer genau vor mir nicht angetreten, sodass der mentale Faktor des Heranziehens entfällt. Die gefährlichsten Ecke kommt gleich 500m nach dem Start, denn nach einer langgezogenen Rechtskurve geht es durch eine Unterführung und im 90° Winkel links weg auf die Bundesstraße 42, welche man nun für 21km folgt. Also Kopf runter und Vollgas. Die Straße ist nass, aber bis auf ein paar Tropfen von oben bleibt es trocken. Es ist windig … für mich zu windig. Es geht richtig schwer … den Begriff ins Rollen kommen erreiche ich nicht wirklich und so quäle ich mich im Gegenwind bis zur Wende. Meine Zwischenzeit beträgt 28:51 min. Das Wetter bessert sich und jetzt scheint die Sonne. Mit Rückenwind ausgestattet geht es dann natürlich schneller, aber nicht leichter. Zum allerersten Mal frage ich mich, warum es kein 10-er Ritzel gibt. Wenn es eins gäbe, ich hätte es gekettet! So fliege ich Rück zu mit Großteils 53x11/12 und erreiche nach 55:40min das Ziel. In diesem Moment bin ich Vierter, aber die Besten kommen ja noch. Am Ende wird es der 21. Platz. Grabsch fliegt in 49:51min zum Sieg. Seine maximale Übersetzung von 58x11 würde wohl nicht mal bei der Steher-DM gefahren werden, aber sie ermöglicht einen Siegerschnitt von 50,8km/h.
Als kleiner Zusatz für die Leser der News gibt es meine Garmin-Aufzeichnung vom Zeitfahren. Bei Grabsch sieht das wahrscheinlich ähnlich aus, nur dass er überall 5km/h schneller fährt!

- peso
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- Registriert:Fr 13. Mai 2005, 11:00
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Re: Aktuelles Renngeschehen
Es gibt einen Live-Ticker zu den Straßenrennen in Neuwied.
Reißbrett 2016
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)
"Treffpunkt ist jedenfalls 05:30 an der Uniklinik." (Good old Times)
Re: Aktuelles Renngeschehen
Pechstein startet bei Bahnrad-DM http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,771055,00.html
Re: Aktuelles Renngeschehen
jop aber der bdr sieht das so http://www.radsport-news.com/sport/sportnews_69934.htm 
Re: Aktuelles Renngeschehen
Abwarten so wie ich gehört habe hat sie es auch mit schwimmen auf der Kurzbahn versucht
ist aber nicht so gut angekommen und hat das Ziel aufgegeben, jetzt Radfahren mal sehen was als nächstes kommt.
Die Gutachten und Anwälte der letzten Jahre waren nämlich nicht für lau.

ist aber nicht so gut angekommen und hat das Ziel aufgegeben, jetzt Radfahren mal sehen was als nächstes kommt.
Die Gutachten und Anwälte der letzten Jahre waren nämlich nicht für lau.
Re: Aktuelles Renngeschehen
Wir werden doch sehen, was sie über die 500m und 3000m zusammen bringt.
Letztendlich traue ich ihr bei den Kurzzeitdisziplienen eher wenig zu, aber 3000m passt ganz gut zu ihren Ausdauerleistungen beim Eisschnelllauf.
Letztendlich traue ich ihr bei den Kurzzeitdisziplienen eher wenig zu, aber 3000m passt ganz gut zu ihren Ausdauerleistungen beim Eisschnelllauf.

Re: Aktuelles Renngeschehen
robert förster hat übrigens in china abgeräumt...http://www.bicycle.net/2011/robert-fors ... urth-stage
Re: Aktuelles Renngeschehen
Und Pechstein fehlen doch ein paar Sekunden (14s) für die Kadernorm.
Wie war das doch gleich mit dem heiß, Kochen und Essen ...
Wie war das doch gleich mit dem heiß, Kochen und Essen ...

- mi67
- Weltmeister der Herzen
- Beiträge:2304
- Registriert:Fr 10. Apr 2009, 22:07
- Name:Michael
- Wohnort:Leipzig - Gohlis
Re: Aktuelles Renngeschehen
Jepp, viel Radau um (zum Glück?) nichts.Chelm hat geschrieben:Und Pechstein fehlen doch ein paar Sekunden (14s) für die Kadernorm.
Wie war das doch gleich mit dem heiß, Kochen und Essen ...
Freund der vertieften Atmung
Re: Aktuelles Renngeschehen
Na zum Glück gibt es ja noch ne Menge anderer Sportarten um sich auszuprobieren
und im Gespräch zu bleiben. Man könnte aber auch in seinem erlernten Beruf arbeiten
um Geld zu verdienen wäre vielleicht einfacher.
und im Gespräch zu bleiben. Man könnte aber auch in seinem erlernten Beruf arbeiten
um Geld zu verdienen wäre vielleicht einfacher.
