Viele Grüße aus Naturns,
noch ist etwas über eine Stunde Zeit bis zum Start. Wir haben erst einmal viel Glück. Kein Regentropfen und Sonne pur. So wie es aussieht ändert sich das in der nächsten Zeit auch nicht.
Der erste Tag begann relativ gemütlich. Die erste Auffahrt über das Oberjoch war zu kurz, um das Feld irgendwie zu zerreissen. Das blieb dann bis zum Einstieg ins Hahntenjoch geschlossen und zerfiel erst dort. Der Pass ist relativ steil aber für mein Gefühl gleichmäßig zu fahren. Mein Partner konnte das Tempo hier leider nicht mehr mitgehen und so ging es mit Schieben drüber und in die Abfahrt zum Ziel. Hier hatten wir Glück, da kurz vor uns ein Motorradfahrer mit einer Kuh zusammenstieß. Nicht auszudenken, wären wir mit ihr kollidiert. Insgesamt sind die Abfahrten in Österreich sehr gefährlich, da die Strecke nicht abgesperrt ist und wir Gegenverkehr haben.
Der zweite Tag verlief ganz ähnlich. Dieses mal zwei höhere Pässe. Über den ersten kamen wir mit der zweiten Gruppe, welche sich in der anschließenden Abfahrt wieder an der Spitzengruppe sammeln konnte. Beim zweiten war der Spaß dann wieder für meinen Partner vorbei. Dieses mal hielt ich an Brunnen, um ihm Wasser zu bringen und schob ihn ein Stück. An dem Tag verloren wir viel Zeit und kamen auf Platz 32 der Männer ins Ziel.
Am Dienstag folgte dann eine "Mittelgebirgsetappe". Viel rauf, viel runter und das in brütender Hitze. Mein Partner war dieses mal deutlich besser drauf und so konnten wir das extrem hohe Tempo mitgehen. Erst an der Vinschgauer Höhenstraße fuhr die Spitze davon. Hinter uns war jedoch auch ein riesen Loch und so kamen wir auf Platz 13 der Herren ins Ziel.
Heute stehen 3500 Höhenmeter an (Stelvio, Passo Foscano und Passo d'Eira). Mein Partner und ich haben uns darauf geeinigt, dass heute jeder sein Tempo geht, da es fast kein Flachstück gibt und zusammenbleiben nicht viel nutzt. Es wird auf jeden Fall ein hartes Stück Arbeit und so etwas Bammel habe ich vor der Abfahrt nach Bormio, da ich die Tunnel dort nicht kenne und die wohl recht tückisch sind. Verletzungen sieht man mittlerweile sehr häufig im Fahrerfeld und so werde ich es bergab ruhig angehen lassen.
Also dann bis die Tage
Frank
