Der Heidemarathon ein "Must Be" für die Hannover RTF-Szenerie

. Bekannt für gute Windstärken, dieses Jahr Bea 4 mit West- und ab Mittag Nordwestwind, und Hefeweizenstop für die Marathonis am letzten Stop, lassen die Teilnehmerzahlen recht ordentlich hoch schnellen. Bei Sonnenschein ging es mit der ersten Gruppe los. Meine Celler Radfreunde waren schon untzerwegs, so dass ich hoffte, dass diese Gruppe von ca. 100 Mann ordentlich Druck auf die Pedale bringen. Das haben Jünglinge aus dem RSC Wunstorf dann übernommen, die wohl noch Trainiung für den Rennsonntag benötigten

. Der Zieharmonikaeffekt an den Kreuzungen war schon recht ansehnlich. Die meisten von denen fuhren nur die 110km-Strecke, so dass ich mich nach der 1. Labestelle von den Heizern verabschiedete und bei dem Celler Zug mit aufsprang, den wir natürlich locker eingeholt hatten (36km/h gegen 32km/h Schnitt musste zu einer Zusammenführtung reichen

) Mit weiterhin gleichmäßigem Tempo wurde nun der Kantenwind angegegangen. Meinen VELTEC-LFS habe ich vorsorglich in LE gelassen und begnügte mich mit dem Ksyrium Elite-LRS, die super mit den neuen Gummis gelaufen sind (Danke an lobo

). Leider waren wir nur zu 8 und zwei wollten partout keine Windfahrten übernehmen, da die beiden 69 und 71 Jahre alt waren

. Sie kamen aber mit uns ins Ziel. Also war die Pulskurve diesmal unbeudeutend höher als letztes Wochenende.
Ab km 125 kam uns dann der Nordostwind zu Gute und wir kamen schnell voran. Ein paar Abkürzungen hatten sich die Celler vorgenommen, allerdings waren diese Wege teilweise länger, als der offizielle, wobei wir fast an der 4. labestelle vorbeigefahren sind und erst durch aufgeregtes Zeigen auf meinen Garmin diese überzeugen konnte, doch einen anderen Weg zu nehmen. Es wurde beteuert, dass der Weg auf jeden Fall der schönere sei

, so war ich dann beruhigt

.
Nach dem 5. Stop und der Zunahme der Truppe auf knapp 20 Leute passierte dann doch ein Unfall: Ein Fahrer, der nicht mehr ganz frisch aussah, ist unkonzentriert auf das Hinterrad des Vordermannes aufgefahren. ich fuhr an letzter Position und konnte den Stunt genau vor mir schön beobachten. Er schnellte nach oben, "warf" sich in den Rennrad-Tulup

. Er kam gekonnt mit dem Hinterkopf und der Schulter auf dem Rasenstück neben der Teerstrasse auf und zermatschte professionell seine 3 Bananen in den Trikottaschen. Etwas verwirrt stand er sogleich auf und wollte weiterfahren, was wir aber vermeiden konnten, indem ich ihm das Rad wegnahm und er erst einmal Tests über sich ergehen lassen musste. Arme, Beine und Rumpf konnte er in alle Richtungen bewegen, so dass wir uns nach Geradestellung der STIs zur Weiterfahrt entschlossen. Einige der neuen Mitfahrer waren allerdings sauer aufgrund der teilweise wackeligen Zweierreihenangelegenheit, da immer wieder Wellen geschlagen wurden. Ich war dann ganz zum Schluss vorne...es kam Rückenwind und es ging bergab und ich habe mal ein bisserl beschleunigt. Celle ist mitgekommen, alle anderen habe ich "stehen" gelassen. Nach den 3-4km Alleinfahrt vorne, verabschiedete sich dann meine linke Wade knapp über das Knie. Damit war ich auch raus und bestaunte meinen Klumpen, der nicht mehr locker wurde.
Marathon ist manchmal eine Herausforderung, manchmal tut er aber auch weh und ich freue mich schon auf den nächsten in 2 Wochen
Strecke
Bilder mit RRL-Trikot gibt es, wenn die online sind