Sebastian hat geschrieben:schalki gewinnt c-rennen... auch gut
Das ist für mich auch die Überraschung schlecht hin
Da ja ein Bedarf an einem Rennbericht signalisiert wurde, möchte ich natürlich auch einen Verfassen.
Die Organisation des Rennens war vorbildlich und die Nummernausgabe war sogar tayloristisch realisiert wurden.
So ging man zu Person Nr.1, welche einen in der Meldeliste aufsuchte und einen Quittungsvordruck erstellte. Danach ging man zu Nr.2, diese kassierte das Startgeld und stempelte die Quittung ab. Mit dem abgestempelten Beleg geht es zu Nr.3, welche einen die Startnummer ausgibt.
Sensationell und wirklich einmalig!
Das Rennen startet pünktlich um 12.18 Uhr und die ca. 50 Starter werden auf die Reise um Hornja Hórka (Obergurig) geschickt. Meine Rennplanung ist unglaublich primitiv, denn so will ich die Startnummer 22, Ingmar Daßler vom LKT-Team Brandenburg, verfolgen. Denn immer wenn die LKT`s starten, ist immer früh eine rennentscheidende Gruppe entstanden.
Ich stehe am Start ganz vorne, was sich im ersten Anstieg (15% laut Schild) auch sofort bezahlt macht, denn Daßler greift oben auf der Kuppe an ... aber noch kann sich niemand rennentscheidend absetzen. Das kurze Flachstück eigent sich aufgrund des Gegenwindes leider nicht zum Verschnaufen und so geht es hart weiter.
In einer engen Abfahrt lässt sich etwas verschnaufen bevor es zum nächsten längeren Anstieg in Singwitz geht, welcher aber aufgrund der zu geringen Steilheit nicht selektiv genug ist. Danach geht es wieder nach Obergurig. Dieses Stück ist mit einer Welle und reichlich Gegenwind gesegnet, was im späteren Rennverlauf zu mehreren Attacken an dieser Stelle führt. Die schnelle Abfahrt durch Obergurig endet in einer scharfen Rechtskurve welche zu Start/Ziel führt. Damit ist die erste von 15 Runden geschafft, wobei eine Runde 7km lang ist und 92 hm aufweißt.
Doch bereits kurz vor Beginn der zweiten Runde entsteht ein Führungstrio, welches das Rennen bis zum Ende bestimmen wird, denn nach mehreren Attacken setzen sich Opitz (Stevens), Weinberg (Collos-DSC) und der prophezeite Daßler (LKT) ab.
Doch zunächst sind es nur 15s. Aber die Nachführarbeit im Feld ist dürftig, da nur Jenatec, Stadler und Highworks keinen Fahrer vorne Platzieren konnten obliegt ihnen nun die Nachführarbeit. Kästner von Jenatec führt am Anfang viel, aber weitere Unterstützung bleibt aus.
So steigt der Vorsprung im Laufe des Rennes auf mehr als 1 min ... leichter Gram auf meiner Seite über diesen Rennverlauf, denn die starken Fahrer (Birkenfeld, Forberger, Pidun) sind zwar im Feld, aber sie müssen aufgrund der Rennsituation natürlich nicht arbeiten.
Im Steilstück nach Start und Ziel versuche ich immer vorne dabei zu sein, um auf keinen Fall eine Verfolgergruppe zu verpassen, aber es kommt einfach nicht. Das Tempo im Feld schläft immer wieder ein bis irgendjemand angreift ...
Bis zur 6. Runde ändert sich daran auch nicht, aber Highworks zeigt sich nun verstärkt in der Nachführarbeit. Allerdings will ich schon lange nicht mehr in einem Feld mitfahren, welches nicht in der Lage sein wird die Ausreißer zu stellen und so greife ich an. Zunächst probiere ich es im Gegenwindstück nach dem Steilstück und fahre 1 Runde vor der Feld um in der Runde darauf wieder eingeholt zu werden, aber immerhin der Vorsprung der Ausreißer liegt in der 7. Runde nur noch bei 50s. Als das Feld zusammen rollt kommt es zu einem gloreichen Moment, denn ein Highworksfahrer greift in Singwitz an und ein Stevensfahrer fährt mit mir zu ihm auf ...
Das Feld lässt uns gewähren und so kommen wir 3 vom Feld weg. Wir arbeiten zusammen, was allerdings nur auf den Highworksfahrer und mich zutrifft, denn der Fahrer aus dem Stevensteam kann nicht mitführen.
Der Sprecher lobt für die ersten 2 Verfolger eine Prämie aus, welche in der darauffolgenden Runde zunächst an mich und dann an den Highworksfahrer geht, dies entsprach auch der Führungsarbeit. Allerdings hänge ich meine Begleiter "leider" am Steilstück ab und mir wird klar, dass ich mit diesen beiden keine Dauerlösung zur Verfolgung habe. Irgendwann, ich kann es nicht näher beschreiben, sind sie von meinen Hinterrad verschwunden und ich absolviere die letzen 4 oder 5 Runde alleine.
Das ich durch Sauerstoffmangel und Hitze etwas gezeichnet bin, erkenne ich an meinem etwas löchrigen Gedächtnis.
Da ich einige abgefallene Fahrer aus dem C-Rennen überhole, entgeht mir, dass aus dem Spitzentrio Weinberg abgefallen ist und ich auf Platz 3 liege. Allerdings kann ich den Rückstand von 1min nicht verkürzen und so kämpfe ich mit mir um möglichst schnell den Kurs zu abolvieren.
Als im Rest des Feldes bemerkt wird, dass Weinberg nicht mehr in der Ausreißergruppe ist, muss Forberger eine Rakete zünden und sich auf die Jagd nach uns 3 Ausreißern machen. Vor dem Feld habe ich wohl 60 -90 s Vorsprung, aber Forberger holt auf. Als Solist liegt er 2 Runden vor Schluß noch 45 s hinter mir, aber er holt mich bereits nach Singwitz ein und so folge ich dem "Zeitfahrertyp" bis zum Glockenzeichen. Bei Start und Ziel gehe ich in die Führung, wir liegen noch 40 s hinter Daßler und fahre mit allem was geht in den finalen Stich, aber zu meinem Entsetzen lässt mich der "Collos" einfach stehen und mein bescheidener Versuch dranzubleiben ist vollkommen hilflos gegen diese Kraft. Im anschließenden Gegenwindstück enteilt er mir. Das Spitzenduo ist mittlerweile auch nur noch der Führende Daßler und der ebenfalls abgefallene Opitz, welcher auf der Zielrunde noch von der Rakete Forberger überholt wird.
Letztendlich sieht das Zielklassment so aus:
1. Daßler
2. Forberg +10s
3. Opitz +30s
4. ich +60s
5. Müller +1min 45s
Danke für die Glückwünsche und an Bejar, welcher bestimmt prima Fotos gemacht hat
