(nach Saisonende kann man auch einmal bekloppte sachen machen, z.B. das MTB benutzen
Am Samstag (22.11.08) ging es für drei mehr oder weniger „bekloppte“ RRL-Mitglieder (Annemie, Fischi und ich) in die sächsische Schweiz zur Ottomühle bei Rosenthal. Auf dem Weg dorthin hat es hinter Pirna angefangen zu schneien und Fischi ist todesmutig mit etwa 20km/h auf der Bundesstraße Richtung Ziel gefahren.
Dort angekommen wurde kurz das Quartier bezogen. Während Annemie und Fischi sich ein Bett teilten und ich sie nicht davon abhalten konnte bin ich in ein Hochbett gewandert.
Kurz darauf ging es erst einmal zum Lagerfeuer wo sich dann die andern „Bekloppten“ eingefunden hatten und man unterhielt sich noch ein Weilchen bis dann die Kälte zumindest mich in das warme Zimmer geschickt hat. In der Nacht konnte ich nicht schlafen, erkältet und der vierte zimmergenosse hat versucht mein bett zu zersägen, hörte sich zumindest so an
Am morgen entschließt sich unser Zimmer aufzustehen und stellte fest, draußen sind schon alle angezogen und warten auf den Startschuss, welcher erst etwa 1,5h später erfolgen sollte. Nach dem Frühstück wurden die MTBs zusammengebaut und es ging etwas später als geplant, jedoch angekündigt los.
Ab hier wurde es schön, 15-20cm Neuschnee und gleich in den Wald wo die ersten 85hm mit kurzer Unterbrechung bei 5-6% bewältigt wurden. Hört sich nicht schlimm an, wäre es auch nicht wesen, nur halt die 15cm Neuschnee, die noch durchfahren werden wollten machten es schwer! Aus dem Wald kommend, immer noch in der Steigung befindlich musste man auf das Feld wechseln, da hier das Vorankommen leichter war. An vierter Position fahrend durfte ich dann mit ansehen wie ein Fahrer vor mir auf die Straße wechseln wollte und dabei leider den Graben übersehen hat, den man nicht sehen konnte. Das Rad war fast weg, der Fahrer auch und als das Gelächter verstummte trugen alle ihr Rad durch bauchtiefen Schnee. Der zweite Teilanstieg wurde auch abseits der Straße bewältigt und in der darauf folgenden Abfahrt, -4% auf 6km, hat am Anfang der Fischi gleich eine neue Kunstfigur – „Der sterbende Fischi“ kreiert. Was ich nicht glauben konnte, selbst bei 4% Gefälle darf man im Schnee in einem Moment treten um nicht stehen zu bleiben wären man im anderen aufpassen muss nicht vom weg zu fliegen. Spaßfaktor, außerhalb der Skala!
Der nächste Anstieg, 2,7km/5% wartet und dann ging es in eine Abfahrt, welche so gar keinen spaß machte, es war eine Straße, matschig und ich war total nass. Mir kommt das hier sehr bekannt vor, „ahhh die Aral kennst du doch, da hast doch schon mit Peso und Barus einen Kaffee getrunken“ führ es mir durch den Kopf. Leider konnte ich die Mitstreiter nicht überzeugen da mal links abzubiegen. Ich bin ja der Meinung da ist ein kleiner feiner Anstieg gewesen
In Bad Schandau verlassen wir nach kurzer Straßenfahrt diese und es beginnt ein kleiner gemeiner Anstieg 900m/10% welcher auf den ersten 150m 22% im Schnitt bietet. Was will man mehr, Kopfsteinpflaster, Schnee aber zum Glück dicke Reifen und eine 30/32 Übersetzung (wenn man sie braucht). Wir haben uns aber zurück gehalten und sind die Welle mit 7,7km/h hochgerollt.
Wir biegen in den Nationalpark sächsische Schweiz ab (4%/1km). In der sich anschließenden Abfahrt ist unsere Gruppe am Abzweig vorbei gefahren und so konnte man noch einmal auf 800m/8,5% etwas „klettern“ üben, bevor ein Schiebestück, auf felsigen Untergrund und „Holztreppen“ konnte man an fahren nicht denken (500m 8,5%). Für die nächsten 12km geht es immer mal wieder rauf und runter bis man die tschechische Grenze erreicht. Natürlich alles durch den Nationalpark. Weiter 4km später erreichen wir eine Straße auf die wir für die nächsten 9km auch leiben werden. Eigentlich wollten wir in Mezni Louka kurz „einkehren“. Hier war alles geschlossen und so holten wir unser Vorhaben in Hrěnsko nach. 15 Radfahrer stürmten nass wie sie waren das beste lokal des Ortes und bestellten Gulasch ( es gab nur 7 Portionen) oder Käse und machten sich etwa 1h später wieder auf den Weg. Mit der Fähre ging es dann für 2,10€ nach Schöna und gleich der erste Berg wärmte uns wieder auf 2km/8% + 4,5km/3,5%. Ab jetzt wurde es leider dunkel und bei einigen ließ die Kraft merklich nach und es wurde über das Material geschimpft, welches dann als ausrede dienen musste. Bremsen frohren ein, mussten geöffnet werden so das nur noch der schnee bremste - ein hoh auf Scheibeenbremsen - und die Schaltungen versagte immer mehr. „Im dunkeln ist gut Munkeln“ sagt man, „im dunkeln fährt sich Schnee besch...eiden“ sage ich!
Weil sich die andere Strecke ja viel besser schieben, ähhh fahren lässt wurde noch ein Umweg eingebaut und so waren wir etwas entnervt mit einem genialen Gesamtschnitt von unter 10km/h und 75km später etwa 18:45 wieder an der Herberge. Umziehen, Räder enteisen, ins Auto und ab nach Leipzig.
Ich habe nicht gefroren und das fand ich am Besten!!!!
Bis zum nächsten Jahr – bis zur Untour 2009!



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VERRÜCKTE MENSCHEN GIBT ES
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