nun denn, hier der gewünschte Bericht von der diesjährigen Tour:
Wolle ging 10 Minuten vor uns auf die noch trockene Strecke, während der Start unseres "Kollegenteams" um 22:26 schon im Nieselregen erfolgte. Dieser Niesel wurde dann für ca. 15 km zu einem ordentlichen Schauer. Der Oberkörper war dank Regenjacke nur klamm, der Rest war jedoch ziemlich nass...
Die nächtliche Temperatur lag diesmal bei kuscheligen 5°C und man mußte ob der Feuchtigkeit ordentlich treten, um einigermaßen warm zu bleiben. Ich hatte aber einige schöne Grupettos erwischt, die ganz ordentlich Druck machten und wo ich dennoch gut mithalten konnte. An den Pausenstationen habe ich dann immer auf den Rest unserer Truppe gewartet, wobei die dabei standfindende Auskühlung doch ziemlich unangenehm wurde. Wie ich im Nachgang erfuhr, hatte Wolle die erste Pausenstation zwecks Inaugenscheinnahme angesteuert und dann nur noch 3 weitere Pausen eingelegt. Die Weisheit des Alters...
Bei km 109 gab es dann Kartoffelbrei und Würstchen, anschließend ging auch die Sonne wieder auf und es wurde bei leichter Bewölkung langsam wärmer.
Die nächsten, etwas hügeligeren Abschnitte liefen recht gut, ich merkte es nur daran, daß ich immer länger auf meine Mitfahrer warten mußte. Die Pause in Hjo dauerte dann schon 2h 20min. Nach der Karlsborg-Rast wurde ich dann sogar übermütig und habe meine erste Bergwertung gewonnen!
An km 232 lag ich schon auf der Massagepritsche, als meine Mitfahrer eintrudelten, es lief also wirklich ganz prima. Die letzten "Prüfungen" waren die Brücke über den Hammarsund und die anschließenden Berge. Allerdings hatten wir diese noch vom letzten Jahr in Erinnerung und konnten daher mit besserer mentaler (und körperlicher) Vorbereitung auch diese Hürden nehmen. Die letzte Prüfung vor dem Ziel war es dann lediglich, ob man auch am 9. Rastplatz noch die zu Anfang der Tour so leckere Blaubeersuppe mochte...
Zieleinlauf war dann gemeinsam um 17:21, also nach knapp 19 Stunden.
Die reine Fahrzeit betrug bei mir 11:28, was also einen Schnitt von rund 26,5 km/h ergab, zu Fuß war ich diesmal nur an den Raststellen unterwegs.
Kurz zum Wetter:
Nach dem anfänglichem Schauer war es dann zwar wechselnd bewölkt, aber immerhin trocken. Der Wind kam anfänglich von vorn und wandelte sich dann zu ´nem ziemlichen Kantenwind. Oder wie ein Mitfahrer so schön formulierte: "Ja, wir hatten Rückenwind. Aber leider nur auf dem Weg zum Start..."
Nachwehen in Form von Schmerzen gab es diesmal nicht, die bessere Vorbereitung und die physiotherapeutische Fachberatung waren diesmal besser, hinzu kam das hervorragende Training mit der RRL!
Es hat also alles gepaßt...
Die von Dir angesprochene Leistung von Wolle hat uns ebenfalls tief beeindruckt!
Ich denke, daß auch hier bald ein Bericht folgen wird...
Ralph
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