Eines vorweg. Ich habe großen Unsinn geschrieben zum Kopfgewicht. Ein Hirn wiegt gut 1,5 kg beim Mann (Frauen etwas leichter). Ein Kopf soll um die 6 kg wiegen.
red nosed renntier hat geschrieben:Warum verringert er deine Wahrnehmung: er steht über den Kopfumfang über und verringert so dein Gesichtsfeld. Das erhöht ganz sicher die Unfallwahrscheinlichkeit. Ist nur die Frage ob wo das im Bereich von 0,00....01% bis 100% liegt.
Nein, das tut er nicht. Absolut nicht. Was hat das mit dem Kopfumfang zu tun? Ich sehe nur vorn. Und da ist in keinster Weise mein Helm zu sehen.
Ich sehe. Du weißt bescheid. Achso, Rennradhelme haben vorn keinen Spritz/Sonnenschutz (wozu dienen die Dinger?)
red nosed renntier hat geschrieben:Warum hat der Überstand einen Einfluss: Wenn der Körper darauf trainiert ist, den Kopf bei einem Sturz zielsicher so abzubremsen, dass der volle Bremsweg bis zum Schädel genutzt wird, können durch die fehlenden 2-3cm Bremsweg enorm erhöhte Verzögerungswerte (aka g-Kraft) auftreten.
Du hast keine Vorstellung von den Kräften die bei einem Aufprall stattfinden. Barus hat es schon gesagt, glaube ich. Es braucht nicht viel Geschwindigkeit um unseren Kopf nicht mehr halten zu können. Wenn ein Kopf 6 kg wiegt, dann kannst Du dir event. vorstellen, was 250 g bewirken. Auch in einem von hundert Fällen reißt die Masse des Helmes niemandem den Hals ab, wenn es nicht schon der Kopf macht.
Dein Körper ist also trainiert, deinen Kopf zielsicher abzufangen, alles klar. Wie trainierst Du das? Schon mal dran gedacht, dass richtige Stürze meist keine Koordination mehr erlauben. Siehe Kessler. Das ist die Realität. Nix abbremsen und so. Man merkt das man fliegt, das wars auch schon. Es gibt auch andere Stürze, das weiß ich.
red nosed renntier hat geschrieben:Auch eine 10% erhöhung der Masse kann eine erheblich höhere Belastung auf die Nackenwirbel bedeuten, als nur 10% mehr: beachte den größeren Hebel des außen liegenden Gewichts.
Erzähl hier nichts von Hebel, bitte. Der Hebel arbeitet mit einem leichten Styoporhelm. Denk doch mal an all die wirklich schweren Helme und selbst da macht man andere Sachen für Wirbelverletzungen verantwortlich. Du saugst Dir hier Sachen aus den Fingern.
red nosed renntier hat geschrieben:Das war leicht.
Was war leicht? Viel zu reden?
red nosed renntier hat geschrieben:EDIT: Außer hier ist ein echtes Genie unter uns, haben wir alle nur unser Wissen von Leuten, und plappern es nach.
EDIT2: Ich habe nie gesagt, dass ich diese Erhitzung unter dem Helm für relevant halte.
Ich sage nur: Eine Wirkung kann nicht nachgewiesen werden, und es gibt etliche Erklärungsansätze warum das so ist. Ist das jetzt so schwer zu verstehen?!
EDIT3: Natürlich gehen Ingenieure auch von Vermutungen aus. Oder hast du nie von Rückrufaktionen von Produkten gehört die sich in der Realität als unterdimensioniert erwiesen. Man machte Vermutungen über die Belastung(srisiken), und die trafen in Realität nicht zu. Zum Glück geschieht es häufiger, dass die Vermutungen bzgl. der Risiken völlig übertreiben, anstatt sie zu untertreiben. Das merkt man als Kunde nicht, das Produkt ist halt etwas stabiler, schwerer als nötig gewesen wäre. Das ist ja auch der Sinn der Sicherheitsfaktoren.
Jetzt wirds albern. Was ist denn mit Canyon? Die Gabeln des Zulieferers haben zu wenig Wandstärke gehabt. Viel dünner als vorgesehen. Das war keine Vermutung und kein Versuch. Da wurde einfach geschlampt. Was war mit Time? Wegen ein paar Cent hat man ein Rechtsgewinde an die Pedalachse gemach statt ein Linksgewinde. Das hat nichts mit Wissen, sondern einfach nur etwas mit Geld zu tun. Oder Syntace? Verarbeitungsfehler! Was willst Du uns damit sagen? Nenn mir doch mal klassisch unterdimensionierte Rücklaufprodukte? Die meisten sind fehlkonstruiert.
Bauteile werden gezeichnet, berechnet, gebaut, geprüft (zumindest die Guten) und dann in Serie hergestellt. Und auch dabei passieren Fehler, also bei der Fertigung.
Heute werden mehr denn je Bauteile berechnet. Die Ingenieure wissen genau was ein Teil aushalten kann. Aber sie haben Vorgaben (Gewicht, Preis). Da gehts nicht um Vermutungen.
Aber was hat das mit Helmen zu tun? Du sagst Helme stören die Sicht, sind schwer und könnten meine Nackenwirbel schädigen und verlängern den Bremsweg meines Kopfes in meiner wohlkoordinierten Bremsbewegung!
Ok, dann hätten wir das geklärt. Die Wärmegeschichte hast Du ja halb zurückgezogen.
Uwe