Das gilt maximal für behelmte Radler, denn die Haftreibung der festen Kunststoffhüllung auf dem Straßenbelag ist wesentlich geringer, als die der Kopfhaut.mikel hat geschrieben:Gut,nun müssen wir also theoretisch werden: du behauptest, der Körper (oder Kopf)schlägt bei 50 km/h Geschwindigkeit vertikal mit der gleichen Kraft auf wie aus dem Stand?
Unvermeidlich eins auf die Birne...
- Barus
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Nein, nicht stärker sondern nur länger.red nosed renntier hat geschrieben:Wäre dein Kopf die Kugel, würde er aufprallen und abprallen und dadurch nur noch stärker bremsbeschleunigt.
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Natürlich wandelt der Helm die auftreffende Energie in Verformung um. Nur eben in elastische,er findet seine Form wieder und gibt dadurch dem Gewicht den Impuls wieder nach oben zu springen. Wird die Elastizitätsgrenze durch zu hohen Ernergieaufprall überschritten, dann platzt der Helm. doch die Energie,die dafür notwendig war,bleibt dem Kopf erspart.red nosed renntier hat geschrieben:Genau, er gibt sie zurück, er wandelt sie nicht in seine eigene Verformung um, es wird also keine Energie abgebaut.
Wäre dein Kopf die Kugel, würde er aufprallen und abprallen und dadurch nur noch stärker bremsbeschleunigt. Da kann man dann vermutlich sogar froh sein, wenn er unter reellen Einflüssen stattdessen bricht, statt zu federn.
Gruß, Ingmar
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Wenn dem so ist,woher weiß jetzt der Körper,das es nach dem aufschlag auf dem Boden noch eine gewisse Rollgeschwindigkeit mittels schlittern oder abrollen abzubauen gibt? Stellt sich die eine Krafteinwirkung hinter der anderen an? So nach dem Prinzip: Wir prallen erst mal wie immer auf und dann merken wir uns die eben noch geradelte Geschwindigkeit und die rollen wir im Anschluß noch schnell ab? Falls wir gar nicht geradelt sind ,können wir liegen bleiben?red nosed renntier hat geschrieben:Ja, ganz genau. Behaupte ich nicht nur, das Prinzip der Kräfteüberlagerung ist ein grundlegendes der Physik.
Gruß, Ingmar
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red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Ja, aber die elastische Verformung, speichert die Energie nur kurz. Wird doch sofort wieder in Bewegungsenergie des Gewichts/Kopfes umgesetzt. Unter realen Umständen würde der Helm aber bei viel kleineren Kräften kaputtgehen.mikel hat geschrieben:Natürlich wandelt der Helm die auftreffende Energie in Verformung um. Nur eben in elastische,er findet seine Form wieder und gibt dadurch dem Gewicht die Impuls wieder nach oben zu springen.
Dies grob vereinfacht erklärt mit Badfließen: flach auf Boden kannste da gut mit Zeugs draufhauen und sie gehen nicht kaputt, legst du an einer Stelle was drunter(Stein) reicht ein winziger Teil der vorigen Kraft. Genauso läufts mit dem Styropor.
Gruß, Ingmar
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
red nosed renntier schrieb:
> Zitat: Mario
> Aha du ich denke also beim Sturz.
>
> Ich hab geahnt, dass du das mißverstehst (/verstehen willst?). Natürlich
> denken deine Reflexe nicht, aber sie "ahnen" dennoch wie weit es bis zum
> Boden noch ist, wenn man sie nicht mit Helm austrickst.
> Sie haben ja keine Grund deinen Kopf auf 10cm abzubremsen, wenn sie 20cm
> bis zum Boden Platz haben. und wenn dann auf den letzten 3cm noch ein
> Stein ist, ist das, also bremsen auf 17cm, dann aufschlag, weniger
> schlimm als Abbremsen auf 10cm. Die Bremsverzögerung lässt das Hirn an
> die Schädeldecke schlagen, das ist gefährlich, so ne Platzwunde vom
> Stein, kann man verkraften.
Aha die Bremskraftverzögerung ist also schlimmer als das aufschlagen auf
dem Stein interessant ;-)
> Zitat: Mario
> Aha du ich denke also beim Sturz.
>
> Ich hab geahnt, dass du das mißverstehst (/verstehen willst?). Natürlich
> denken deine Reflexe nicht, aber sie "ahnen" dennoch wie weit es bis zum
> Boden noch ist, wenn man sie nicht mit Helm austrickst.
> Sie haben ja keine Grund deinen Kopf auf 10cm abzubremsen, wenn sie 20cm
> bis zum Boden Platz haben. und wenn dann auf den letzten 3cm noch ein
> Stein ist, ist das, also bremsen auf 17cm, dann aufschlag, weniger
> schlimm als Abbremsen auf 10cm. Die Bremsverzögerung lässt das Hirn an
> die Schädeldecke schlagen, das ist gefährlich, so ne Platzwunde vom
> Stein, kann man verkraften.
Aha die Bremskraftverzögerung ist also schlimmer als das aufschlagen auf
dem Stein interessant ;-)
-
red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Deine Reflexe werden Geschwindigkeiten über Schritt wohl gar nicht kennen, ich denke sie schützen immer nur wie beim Sturz bei Schrittgeschwindigkeit den Kopf, und lassens schlittern. Ist doch egal wie die Haut aussieht, Hauptsache die CPU funktioniert.mikel hat geschrieben:Wenn dem so ist,woher weiß jetzt der Körper,das es nach dem aufschlag auf dem Boden noch eine gewisse Rollgeschwindigkeit mittels schlittern oder abrollen abzubauen gibt?
Genau weiß ich das aber nicht, vllt haben wir auch Reflexe fürs Schlittern. Glaub ich aber eher nicht,
Gruß, Ingmar
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
red nosed renntier schrieb:
> Zitat: mikel
> Also ging bei einem Sturz scheinbar ein Helm kaputt,der Kopf blieb
> aber heil. doch wenn der Helm tatsächlich nix absorbiert (wie im
> oberen Zitat behauptet) müsste doch auch der Kopf kaputt sein???
>
> Nein, der Kopf war nicht gefährdet, weil nicht mehr genügend Energie
> beim Aufschlag, für den Helm hats aber noch gereicht, um den zu
> zerstören. Da sieht man wiewenig Energie dafür ausreicht.
Tolle Sache, Kopf mit Helm schlägt auf der Straße auf, Helm kaputt, weil
der ja von selber auseinanderfällt und dem Kopf wäre nichts passiert.
Das ist eine wirklich erstaunliche Beweisführung ;-)
>
> Zitat:
> Auch dieses Zitat von ihm wird lächerlich:
> Wie erklärst du dir, wenn der Helm schützt, dass nach Einführung
> der Helmpflicht in Australien, das Risiko für Schädelverletzungen
> stieg?
>
> Das ist ein halt Fakt, nur diese:
>
> Zitat:
> wenn der Helm so ne weiche Masse ist ,wie kann er dann Ursache für
> Schädelverletzungen sein? Spiesst das Styropor durch die knöcherne
> Schädeldecke?
>
> Erklärung dafür fand ich auch unwahrscheinlich, ein Helm wird wohl kaum
> den Schädel, höchstens den Kiefer und den Nacken, gefährden, obwohl es
> aus den frühen Helmgenerationen immer wieder Berichte über splitternde
> SChalen gibt. Deshalb bleibt z.B. als Möglichkeit um diesen _Fakt_ zu
> erklären: nicht der Helm gefährdet, sondern Helmträger fahren
> gefährlicher. Stichwort: Risikokompensation. Vielleicht hast du noch
> eine Variante als Erklärung parat?
Na wenn das nichts ist also haben wir hier erst mal festgestellt das ein
Helm die Gesundheit nicht gefährdet, ich hätte es nicht erwartet aber
wir machen Fortschritte
tschüs Mario
> Zitat: mikel
> Also ging bei einem Sturz scheinbar ein Helm kaputt,der Kopf blieb
> aber heil. doch wenn der Helm tatsächlich nix absorbiert (wie im
> oberen Zitat behauptet) müsste doch auch der Kopf kaputt sein???
>
> Nein, der Kopf war nicht gefährdet, weil nicht mehr genügend Energie
> beim Aufschlag, für den Helm hats aber noch gereicht, um den zu
> zerstören. Da sieht man wiewenig Energie dafür ausreicht.
Tolle Sache, Kopf mit Helm schlägt auf der Straße auf, Helm kaputt, weil
der ja von selber auseinanderfällt und dem Kopf wäre nichts passiert.
Das ist eine wirklich erstaunliche Beweisführung ;-)
>
> Zitat:
> Auch dieses Zitat von ihm wird lächerlich:
> Wie erklärst du dir, wenn der Helm schützt, dass nach Einführung
> der Helmpflicht in Australien, das Risiko für Schädelverletzungen
> stieg?
>
> Das ist ein halt Fakt, nur diese:
>
> Zitat:
> wenn der Helm so ne weiche Masse ist ,wie kann er dann Ursache für
> Schädelverletzungen sein? Spiesst das Styropor durch die knöcherne
> Schädeldecke?
>
> Erklärung dafür fand ich auch unwahrscheinlich, ein Helm wird wohl kaum
> den Schädel, höchstens den Kiefer und den Nacken, gefährden, obwohl es
> aus den frühen Helmgenerationen immer wieder Berichte über splitternde
> SChalen gibt. Deshalb bleibt z.B. als Möglichkeit um diesen _Fakt_ zu
> erklären: nicht der Helm gefährdet, sondern Helmträger fahren
> gefährlicher. Stichwort: Risikokompensation. Vielleicht hast du noch
> eine Variante als Erklärung parat?
Na wenn das nichts ist also haben wir hier erst mal festgestellt das ein
Helm die Gesundheit nicht gefährdet, ich hätte es nicht erwartet aber
wir machen Fortschritte
tschüs Mario
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Du willst also auf ein Amboss-Prinzip hinaus? Funktioniert trotzdem nicht. Erstmal zeigt sich wieder mal ,das dein Physiklehrer sein geld nicht wert war. Energie kann nicht gespeichert werden,wie du oben behauptest. Mein letzter Physikunterricht ist 19 Jahre her,doch das weiß ich noch. Sie fließt, wie du tatsächlich richtig erkannt hast, in Bewegungsenergie über,die sich auch auf den Kopf auswirkt. Da bekomme ich evt. einen steifen Hals davon, doch ist mir das lieber als ein anschwellendes Hirn durch ein direktes Trauma.red nosed renntier hat geschrieben:Ja, aber die elastische Verformung, speichert die Energie nur kurz. Wird doch sofort wieder in Bewegungsenergie des Gewichts/Kopfes umgesetzt. Unter realen Umständen würde der Helm aber bei viel kleineren Kräften kaputtgehen.
Dies grob vereinfacht erklärt mit Badfließen: flach auf Boden kannste da gut mit Zeugs draufhauen und sie gehen nicht kaputt, legst du an einer Stelle was drunter(Stein) reicht ein winziger Teil der vorigen Kraft. Genauso läufts mit dem Styropor.
Gruß, Ingmar
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red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Natürlich ist das so. Eine Platzwunde ist nicht so schlimm. Wenn dir aber das Gehirn richtig schön innen anschlägt, wird dir schön schwarz vor Augen.Mario hat geschrieben:Aha die Bremskraftverzögerung ist also schlimmer als das aufschlagen auf
dem Stein interessant ;-)
Die Beschleunigung ist das fiese, es werden AFAIK auch teilweise die Synapsen getrennt. Alles durchs Bremsen, nicht durch die mechanische Gewalt auf den Kopf. Daher kann der kürzere Bremsweg, dadurch eine höhere Bremsverzögerung, durch den Helm auch real mehr schaden, als eine Platzwunde,
Gruß, Ingmar