Nach einer Nacht im Zelt bei Knobelsdorf sah mein Plan für den Sonntag eine entspannte Radrunde vorbei an den größten Talsperren Thüringens gen Döbritz vor. Bis zum Hohenwartestausee folgte ich Pesos Spuren, verließ dort aber den Track, um mein Tagesziel besser erreichen zu können. Die Fahrt entlang der Uferstrasse bei herrlichem Sonnenschein markierte einen ersten Höhepunkt des Tages und wurde nur leicht getrübt vom Ärger über die vergessene Kamera. Verwunschene Täler mit pittoresken Fischweihern, Wiesen voller C. pratensis, halb eingefallene und überwucherte Trockenmauern, kunstvoll errichtete über 200-jährige Brücken und kleine, wenig befahrene Straßen beeindruckten mich immer mehr.
Das Navi mit der neuen Beta-Karte funktionierte gut und lotste mich immer auf direktem Wege zu den angepeilten Wegpunkten. Saalburg an der Bleilochtalsperre war einer davon. Ein geringer Füllstand und auf dem Schlick liegende Boote hatten Symbolcharakter. Schnell weiter nach Plothen. Zwischen letztgenanntem Ort und Dreba spannt sich ein Netz von 26 kleineren und größeren Teichen. Ein sehr schön angelegter Naturlehrpfad führt auf 9 km durch das Gebiet, dessen Besuch ich hier unbedingt empfehlen möchte.
Wellig ging die Fahrt weiter in Richtung Pößneck, das allerdings erst beim nächsten Ausflug angelaufen wird. Es wäre eh keine Zeit gewesen, denn in der "Döbritzer Schweiz" warteten bis Sonnenuntergang noch ein paar glasierte Siebener mit sächsischer Absicherung auf den geneigten Kletterfreund.
To be continued.
