Wenn es nur dies wäre, dann müsste er kaum so viele Seiten darüber schreiben. Friel geht von einem Dreieck der Anforderungen aus:SXHC hat geschrieben:nicht unbedingt crishi...seine Kernthese lautet ja "arbeite an deinen Begrenzern" und "höre auf deinen Körper".
- Ausdauer
- Kraft
- Schnelligkeit
Für mich fallen Kraft/Schnelligkeit einerseits in die kurzen Zeitintervalle und Kraft/Ausdauer andererseits in die langen Zeitintervalle zusammen. Ich mache aus dem Dreieck also ohne großes Federlesen ein Zweieck bzw. einen einfachen Zeitstrang. Friel tut dies selbst übrigens auch, wo er sich der Hunter/Coggan´schen "critical power-Analyse" annähert, Friel zieht es aber nicht konsequent weiter durch, sondern trennt nach wie vor seine Workouts in die drei o.g. Dimensionen. Trennen würden sich aus meiner Sicht Kraft/Schnelligkeit nur in dem Aspekt der Trittfrequenzvariabilität bei Beschleunigungen und Sprints oder Kraft/Ausdauer bei der Wahl unangepasst schwerer Übersetzungen am Berg. Fasse ich ersteres in die üblichen Trainingsformen von Sprint und Beschleunigung zusammen und vermeide ich unangepasste Übersetzungen, dann vereinfacht sich die Trainingsvielfalt auf das tatsächlich sinnvolle Maß.
Lastformen bis 30 s Dauer sind typischerweise beschleunigend, d.h. sie schließen neben Explosivität (neuronale Erregung und intramuskuläre Koordination), Lactattoleranz und Technik/Taktik auch eine Trittfrequenzvariabilität mit ein, die in Schnelligkeitsaspekte münden kann. Die Übungen, die hier hilfreich sein können, sind vielfältig und ich selber bin theoretisch und insbesondere praktisch alles andere als Experte hierin!
Lastformen, die die 30 s-Dauer überschreiten, sind typischerweise über den größten Teil nicht mehr beschleunigend, so dass man seine individuell optimale TF selber wählen kann (es sei denn, man hat eben nicht die passenden Gänge dabei). Hier zählt dann schlichtweg die Leistungsabgabe über ein vorgewähltes Zeitintervall (z.B. Dauer der Kohlenstraße beim RuM, Dauer des Rochlitzer Berg-Anstiegs oder Dauer eines bestimmten Zeitfahrens). Diese Belastungsarten über eine Zweiteilung aus Kraft- und Ausdauertraining anzulegen, ist m.E. zu kompliziert gedacht. Eher hilft die Grundregel, dass die Leistung über das Zeitintervall t durch Training in Zeitintervallen gleich oder kürzer t, aber mit entsprechend höherer Intensität am effektivsten angehoben werden kann.