teli hat geschrieben:@mi67 und Gleichgesinnter
Vielleicht habt ihr ja Bock mal eben 2-3min angehalten zu werden, bei Puls über xxx/min und dann kommt die rote Kelle, "ACHTUNG 70er hat Vorfahrt", weil sie ja eben halt mal schneller sind. So ein Schwachsinn...
Viel schlimmer ist die Streckenzusammenführung zu bewerten. Das da die 70er vielleicht gerade mal eben nur ~50km weg hatten und enorm viel Druck noch vorhanden war und die 130er, durch Berg und Tal gefahren sind und schon um die 100km+ weg haben und schon etwas fertiger sind ist ja wohl logisch.
Aber so einen Müll im Rennen einfach mal welche zu Stoppen, so einen Schmarrn habe ich echt noch nicht gehört

Hmm, Deine Schreibe beweist nur, dass Du die entsprechenden Situationen selbst nicht miterlebt hast! Nenn´ mich Menschenfreund oder wie auch immer, aber nach der Beobachtung des Sturzes auf der Bornaischen sah ich einen Teil meiner "Mission" darin, um die folgenden Gefahrenpunkte wissend von vorn fahrend dem Feld kundzutun und daraufhin mit möglichst wenig Tempowelle zu durchfahren.
Das sah im einzelnen folgendermassen aus:
1. Scharfe Knicke bei Markkleeberger: ich war noch nicht vorn und brüllte nur die kommende Kurvensituation zur Spitze vor. Die Spitze machte ihren Job sehr gut.
2. An Störmthaler selbst an die Spitze gefahren und Ende des Radweges mit Z-Knick in die Strasse andeutend so flott als irgend möglich durchrollt.
3. Dreiskau-Muckern (Ort des offensichtlich ernsthaftesten Sturzes der 70er): keine Ahnung, da mit 2 Mitfahrern vorn herausgefahren
4. Oelzschau: 90°-Kurven im Ort und Streckentrennung vorn gefahren, angezeigt und mit mir maximal möglichem Tempo durchrollt.
5. Gefährlicher Rechtsknick hinter Stockheim unter meinen Nebenfahrern und nach vorn kommuniziert.
5a. Ecken in Steinbach und Kleinbeucha keine Aktion, da ich wieder kurz vorne weg war.
6. Scharfe, hängende Kurve mit Einmündung in S48 in Beucha von vorn vor dem Peleton fahrend angezeigt und flottest durchrollt.
7. Unübersichtliche Kreuzungssituation in Kitzscher (linksgerichtete Einbiegung in S50 mit Verkehrsinsel) von vorn fahrend angedeutet und auf der Direktlinie (Gegenfahrbahn) voll durchgezogen.
8. Streckenvereinigung mit hängendem Rechtsknick in Dittmannsdorf an der Spitze gefahren angezeigt und - dank glücklicherweise keiner gleichzeitig kommender Leute aus der 130er Runde völlig problemlos (!) umzirkelt.
9. folgende Abfahrt und Linksknick gen Eula immer noch von vorn fahrend angezeigt und ungebremst durchfahren.
Danach war ich eine Zeit lang in der Reserve und andere machten weiterhin einen mindestens ebenso guten Job in der Spitze. Bitte erzähle mir also nichts von sicherheitsbewusstem Fahren in ambitionierter Spitze.
Kollisionsgefahr durch Aufrollen auf 130er-Leute gab es in abgemildertem Umfang überall zwischen Eula und Zwenkau. Das meiste liess sich durch feine und unfeinere akustische Signale reglen. Echt kritisch wurde es aber eben nur beim Zielsprint. Schaust Du Dir die Ergebnisliste an, dann weisst Du ja, wie wenig Zwischenstopp notwendig gewesen wäre, um diese Gefahrensituation effektiv zu entschärfen. Welchen Puls die 5-10 130er Einzelfahrer in dem Moment hatten, ist mir in Anbetracht möglicher Knochenbrüche und eines unschönen Blutvergiessens auf beiden Seiten eigentlich relativ egal. Ich musste ja auch nicht unbedingt in dem Moment die B2 kreuzen, als die Pros da in Kürze durchwollten.
Edith @ Triplex: Wenn sich das Ganze durch veränderte Startzeiten auch krampfloser entflechten liesse, dann umso besser!