Gröditz

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peso
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Re: Gröditz

Beitrag von peso » Mo 11. Jul 2011, 14:20

Ja, für die Entwicklung der Leistungsfähigkeit in Ausdauersportarten benötigt es Zeit. So von heute auf morgen wird man nicht vom Schönwetterradler zum Jedermann-Merckx. ;)

Trotz allen Trainings wird es immer unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und entsprechende Leistungen geben. Um diese Unterschiede frei zu legen, veranstaltet man eben Wettkämpfe. :)
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"Ich bin in diesem Jahr auf noch keiner Ausfahrt schneller als 24 km/h im Schnitt gewesen." (Anonymer Radfahrer, 2005)

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Chrissi
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Re: Gröditz

Beitrag von Chrissi » Mo 11. Jul 2011, 14:38

Der Puls ist doch eh individuell. Für den einen ist 160 schon hoch, für den anderen ist es noch GA. Klarheit bringt da nur ne Leistungsdiagnostik...
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RockyFranco
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Re: Gröditz

Beitrag von RockyFranco » Mo 11. Jul 2011, 14:40

mein Arzt hat mal gemeint, dass ich davon ausgehen muss zu den 5% der Creme de la Creme zu gehören - nach dem Motto:
Die 130 Leute mit denen ich mich dort messe sind schon die max.5% jedes Jahrganges die richtig sportlich sind. Dann nur 100.er oder was weiß ich zu werden wäre keine Schande. Denke da ist was dran.

Ja, man wird besserer Radfahrer wenn man mehr rad fährt, ist klar :hut:

Ein "kollege" von mir fährt seit 2006 zw. 10 und 15.000km im Jahr, substantiell kann ich aber mit viel beißen da schon dranbleiben. Nur halt nicht in der Dauer wie er es kann. Sprich mein Puls schießt dann ab. Von der Konstitution bin ich recht gut ausgestattet, denke ich: 1,80 groß und immer so 68-70kg, nie ne Wampe gehabt :baeh:

Aber wie macht ihr das ?
Ihr geht sicher auch arbeiten und habt noch andere Hobbies oder gar Familie.
Ich finde wenn man 2-3mal die Woche kurz (80km) und am WE lang (100-150km) trainiert, ok, auch mal Wochen mit mistwetter nur 1mal....wie kommt ihr dann auf die Riesen-Distanzen bzw. was sagen Eure Frauen dazu ??? :o
Momentan bin ich halt gefühlt mit 50% Trainingsleistung 80% so gut wie die anderen....die Frage ist was man(ich) will. Die absolut komplette Freizeit dem unterzuordnen um nur noch "etwas" besser zu werden.
Und wie ist das wenn ihr mal ein Jahr nicht so viel fahrt/trainiert - ist dann alles "weg" ? oder kann man vom mythos "Lebenskilometer" zehren ?

is zwar bissl off-topic jetzt....hoffe das is ne schlÜmm

danke

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peso
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Re: Gröditz

Beitrag von peso » Mo 11. Jul 2011, 14:56

die Frage ist was man(ich) will. Die absolut komplette Freizeit dem unterzuordnen um nur noch "etwas" besser zu werden.
Das ist doch der Kern der Sache. Und eine individuelle Güterabwägung. Über die eventuellen "Konsequenzen" dieser Entscheidung muß man ja nun nicht grämen, sondern kann versuchen, das vereinbarte Zeitbudget so effektiv wie möglich zu nutzen. Da wird sich die Waage vermutlich eher in Richtung Intensität als zum Umfang hin senken.
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Re: Gröditz

Beitrag von Charlie » Mo 11. Jul 2011, 15:08

RockyFranco hat geschrieben: Ich finde wenn man 2-3mal die Woche kurz (80km) und am WE lang (100-150km) trainiert
das wären bei einer fahrt am WE 390km die woche, was dann im jahr >20.000km wären. schon hat man die km.
nur fahre ich die 80km in der woche in 2,5h oder eher 3? fahre ich vielleicht nur 2x20min schwelle, oder doch 5x5min mit ein und ausrollen, oder doch mal 4h ohne belastung...

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Re: Gröditz

Beitrag von Chelm » Mo 11. Jul 2011, 15:16

Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber mit 3500km im Jahr fährt ein "normaler" Mensch (aber sportlich ambitioniert) bei keinem Jedermannrennen vorne mit.

Eine Einschätzung: "mit 10000km und man fährt in die Top10", halte ich auch für schwierig. Die Leute die vorne fahren haben meist eine Kilometeranzahl von 10000km (auch sehr individuell) über mehrere Jahre bzw. kommen aus Sportarten, wo sie ein gesundes Fundament an Ausdauerleistung gelegt haben.

Puls ist auch eine individuelle Geschichte, wenn du einen Maximalpuls von 190 abrufen kannst, "pulst" Du schon deutlich höher, als ich. Wenn ich im Sprint noch 185 erreiche, ist das schon das "Optimum".

Zu den Trainingskilometern ist zusagen, dass es unglaublich wichtig ist, seine Kilometer nicht nur in den Sonnenscheinmonaten zulegen. Denn dann hat man einen ordentl. Nachteil gegenüber den Fahrern, die ein Traininglagerbesuchen, Crossrad bzw. Mountainbike im Winter fahren.
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RockyFranco
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Re: Gröditz

Beitrag von RockyFranco » Mo 11. Jul 2011, 15:41

Hi,
nur um Missverständnissen vorzubeugen. Ich möchte nicht (mehr) in die Top10.
Mir würde es reichen "mitzuhalten"...Ansprüche aufs Podium habe ich keine.
Leistungsdiagnostik habe ich noch keine gemacht. Denke aber meine GA2 endet bei 155. Auch vom gefühl her, bei längeren Ausfahrten.
Über 170 bin ich dann anerob, deshalb konnte ich das auch nicht lange halten.
Max. Puls bei so ca. 185 und 190 denke ich. Hatte mal 194, aber das war ein Ausreißer :ohnmacht:

Mega-erstaunt bin ich über die "Profi"_Daten. Schaut mal bei SRM.de.
Da gibt es echt Profis die ne Tour-Etappe mit Durchschnittspuls 120 bewältigen oder welche die richtig gut dabei sind mit 135 durchschnittspuls.
Ok, das ist ne Apothekenrundfahrt - ist klar. Aber trotzdem........das is übel :bibber:

Die 3500km sind nur dieses Jahr, angefangen im März. Denke es werden so 6-7000 werden dieses Jahr.
Letztes Jahr warens vielleicht gesamt 2500 oder so.
Ja stimmt, auf jeden Fall im Winter dranbleiben, MTB oder so.
Jetzt nicht lachen, muss man eigentlich irgendwas beachten - stichwort großes Herz. Sprich kann man dann nicht so einfach aufhören(will ich zwar nicht) weg. abtrainieren ?
Belastungs-EKG habsch gemacht-war alles gut. Blutdruck vielleicht bissl zu hoch.... :augenreib:


noch eine blöde Frage zum Schluss: mal angenommen ein Super-Lizenz Fahrer oder meinetwegen 2.klassiger Profi hätte in dem Jedermann_Rennen mitgemacht. Hätte der das Zeug da 30km allein vorm Feld zu fahren ? Bzw. wie hoch ist dieses Jedermann_niveau einzuschätzen ?
Ich mein, 43er Schnitt. Damit wäre man vor 25 Jahren vielleicht DDR-Meister geworden oder so. oder ? :ohnmacht:

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Re: Gröditz

Beitrag von peso » Mo 11. Jul 2011, 15:54

Ein bißchen viel auf einmal... ;)

Bei der Vorgeschichte (2500 km / Jahr bei Schönwetter) und der formulierten Ambition würde ich an deiner Stelle die nächsten paar Jahre schlicht mehr (und/oder intensiver) fahren und dabei versuchen, den Spaß an der Sache nicht zu verlieren. Das Niveau in den Jedermannrennen ist inzwischen einigermaßen hoch, da fährt man nicht einfach mal so mit.
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Re: Gröditz

Beitrag von mi67 » Di 12. Jul 2011, 12:34

RockyFranco hat geschrieben:Was ich krass finde sind Eure (mi67) Durchschnittspulse. Also wenn ich mit derartigem Puls im Feld bleiben könnte das ganze Rennen, wäre ich schon froh. Wahnsinn. Wie macht ihr das ?

Habe ca. 3500 km dieses Jahr. Kann mir nicht vorstellen dass ich mit 7000km da sooooooooooo viel besser bin. Oder kommt das über die Jahre ?
Ein Teil a) ist der Startpunkt ("Gene"/"Talent"), ein Teil b) kommt über die Jahre, ein Teil c) über die Trainingsumfänge und ein Teil d) über die Trainingsintensität.

a) Den ersten Punkt kannst Du erst dann abschätzen, wenn die drei restlichen Punkte ausgeschöpft bzw. adäquat "eingepreist" sind. Daran ändern kann man nichts, allenfalls sollte man seine Ambitionen halt auf realisierbare Ziele hin richten, um genügend Positiverlebnisse zur weiteren Trainingsmotivation ernten zu können. Körperliche Anpassungen führen dazu, dass in den ersten Jahren nicht nur die Leistung bei konstantem Puls ansteigt, sondern auch dass sich der über eine Stunde haltbare Schwellenpuls in Richtung der HFmax verschiebt. Wenn alles gut läuft, schafft man dann wie Indurain ein 1-Stunden-Pulsmittel von über 90% der HFmax.

b) Die Jahre: hier zählen sowohl physische als auch psychische Komponenten mit hinein. Ein Klassiker unter den Sprüchen: "Ein Radrennfahrer reift über 7 Jahre."

c) Die Trainingsumfänge bestimmen zusammen mit der Periodisierung und mit Punkt d), wieviel % des Jahres Dein Körper damit beschäftigt ist, sich optimal auf die Belastungsform(en) auszurichten. Dabei spielen muskuläre, metabolische und Kreislauf-assoziierte Anpassungen eine Rolle. Man kann allerdings auch nicht von jetzt auf gleich damit beginnen, eine 20.000 km-Saison abreissen zu wollen, da die Regenerationsfähigkeit selbst auch erst mal aufgebaut werden muss (ein Teil des "Reifens"?).

d) Die Trainingsintensität ist m.Mn. nach für den Hobbyfahrer mit geringerem Zeitbudget (bis ca. 8.000 Jahreskilometer) die Stellschraube mit dem größten Hebel. Wer es schafft, sich in einem Training, bei einer Ausfahrt oder in einem Rennen richtig auszubelasten, der setzt den intensiveren Trainingsreiz und kann beruhigt 2-3 Tage lang das Rad stehen lassen, während das Ziehen in den Beinen abklingt. Wer weniger intensiv fährt, muss entsprechend mehr Zeit, Kilometer bzw. Trainingstage einplanen. Wer gleichzeitig viel und hart fährt, ist entweder bereits enorm stark oder der Schuss geht als Übertraining nach hinten los, da man dem Körper gar nicht die Zeit gibt, sich an den Ruhetagen über das vorherige Niveau hinaus zu verbessern. Die optimale Belastungs-Ruhe-Planung ist für mich der Schlüssel. Umfänge, Intensitäten und Inhalte beim Training und die folgenden Ruheperioden vernünftig zu planen und immer wieder mit Körpergefühl, dem realen Leistungsstand und mit der Saisonentwicklung (kommende Veranstaltungen, Rennen, Periodisierung ...) abzugleichen, ist dabei die eigentliche Kunst, die einem auch durch vorgefertigte Trainingspläne nicht abgenommen wird.
Freund der vertieften Atmung

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Re: Gröditz

Beitrag von RockyFranco » Mi 13. Jul 2011, 11:30

danke für die Antworten.
Bei Mi67 frage ich mich ernsthaft ob er Deutschlehrer oder Professor der Rhetorik ist......wahnsinn :ohnmacht:

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