Zuerst ein paar Eckdaten:
--> Zeitraum vom 16.-29.9.2006
--> Unterkunft in Prad am Fuße des Stilfser Joch in einer Ferienhütte
--> zur Vorbereitung waren so knapp 5.000km in den Beinen, dazu paar Rennen (NSC, Erdgas,Muldental)
--> ehrgeizige Planung: so viele Pässe wie möglich fahren und mal schauen wie weit die Körner reichen
Nun denn so hat sich´s also zugetragen...
Samstag 16.9.2006
Die wochenlange Vorfreude konnte nun endlich in die Tat umgesetzt werden.
Nach dem Verstauen des Gepäcks einer mittleren Völkerwanderung fiel relativ pünktlich um 9.00 Uhr der Startschuss zur Fahrt in´s schöne Südtirol.
Der Spätsommer in jenen Tagen zeigte sich von der besten Seite mit warmen Temperaturen und somit konnte nur der Respekt vor den zu bewältigenden Anstrengungen ein wenig die Euphorie im Zaum halten.
Allerdings hatten wir bereits 2004 positive Erfahrungen in Alpe d`Huez, am Glandon und am Mt. Ventoux gesammelt. Eine vernünftige Einteilung der Kräfte sollte somit gewährleistet sein.
Zur Ausrüstung gehörte eine Karte im Massstab 1:100000 vom Trentino Alto Adige die wertvolle Hilfe leistete und absolut ausreichend war, mehrere Ersatzschläuche und die üblichen Werkzeuge und eine komplette Winterradsachenkollektion. Nur gut, dass wir die dabei hatten, doch dazu später mehr.
Außerdem hatte ich noch einen Jahresvorrat an Riegeln sowie eine gemischte Packung von Gels im Vorfeld organisiert.
Diese sind imho bei Anstrengung noch am leichtesten verzehrbar aber einige Sorten waren ziemlich ungeniessbar.
Genug der Vorrede. Der Weg führte gen Süden über die A9 (München) und A95 (Garmisch) zum Fernpass. Nur kurz vor München standen wir kurz im Stau und vom Fernpass Richtung Imst war´s etwas zähflüssig. Ansonsten erreichten wir nach knapp 6h Fahrt den Tunnel bei Landeck der nur mit einer Vignette befahren werden konnte obwohl´s keine Autobahn ist. Im Vorfeld hatte mir die freundliche Dame beim ADAC am Augustusplatz 2 Tagesvignetten verkauft und war doch erstaunt als ich die angebotene vorgezogene Bezahlung der Brennermaut dankend ablehnte.
Sie meinte wohl nach Italien käme man nur wenn man dort lang fahren würde.
Tja der eigentliche springende Punkt war aber leider, dass bei Ausfahrt aus dem 7km langen Tunnel schlagartig das schöne Wetter arrivederci sagte und im Gegensatz zum peso´schen Bericht die Stimmung erstmal etwas eintrübte.
Um ca. 16.30 Uhr war endlich nach kurzer Irrfahrt in Prad der Campingplatz „Sägemühle“ mit den Ferienhütten erreicht. Unsere lag schön versteckt, genau ausreichend was Größe (knapp 55qm) und Preis (ca. 55 EUR pro Tag) anging. Die Ausstattung ließ bis auf den fehlenden Toaster keine Wünsche offen.
Zu dieser Jahreszeit wurde es ja nun doch schon zeitiger dunkel und darum wurden nach dem Ausräumen des Equipments und aufgrund langsamer Akklimatisierung sämtliche Erkundungsaktivitäten auf den nächsten Tag verschoben.
Die folgenden Tage werde ich mich kürzer halten...versprochen.

wieder an Bindfäden zu regnen. Es wurde nun bald ziemlich frisch und die Pause wurde aufïs Nötigste beschränkt.


