so läuft das bei mir auch. Zeit ist Geld. Wenn ich beim Putzen auch so viel nachdenken würde, könnte ich pro Jahr keine 100 km fahren. Nicht dass wir uns falsch verstehen, Ingmar, im Prinzip hast du ja Recht.red nosed renntier hat geschrieben:Allerdings wird sie bei Profis dann ja auch eher ausgetauscht.
Radreinigung
- Frank
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red nosed renntier
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Re: Radreinigung
Ich spar mir die Zeit fürs Putzen und verbring die damit, darüber nachzudenken, was schlecht am Putzen istFrank hat geschrieben: Wenn ich beim Putzen auch so viel nachdenken würde
EDIT: In der Wohnung wirds teils genauso gehandhabt... .-D
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Re: Radreinigung
da hast du dir viel arbeit gemacht. respekt.red nosed renntier hat geschrieben:Diese rabiate Reinigung hab ich bei Profiteams nur bei den Ketten erlebt. Da hat man ja noch wenigstens eine kleine Chance die Schmierung des Herstellers die er vor der Endmontage einbrachte, wieder zu ersetzen. Die werden dann allerdings in richtige Ölbäder gelegt, und auch da wird mMn ein Teil der Orginalschmierung unwiderbringlich weg sein, weil im Inneren sich dann Luftbläschen bilden, die zusammen mit dem Kapillareffekt verhindern, dass an die Stelle wieder Öl kommt, wo es der Hersteller schon vor Montage einen Schmierstoff (der dann auch meist besser ist, als was man sich so kaufen kann) aufgetragen hat. Die Zwischenräume sind teils einfach zu klein für die Oberflächenspannung des Öl.
Wegen der Luftblasen soll man ja an seine Kettengelenke nur von einer Seite Öl aufbringen (mit Pinsel), damit das Öl die Luft zur anderen rausdrücken kann. Um es zu präzisieren: Die Kettengelenke werden von innen (also der Seite die Richtung Zähne liegt), und von der äußeren Seite (also reifenabgewandt) geschmiert, weil an der Stelle der wenigste Dreck auf der Kette kommt. In die kleinsten Zwischenräume, die der Hersteller zum Glück geschmiert hat, kommt man mit dem Öl so aber nicht, Regenwasser wg. Kapillareffekt aber auch nicht, bzw. nur bei hohen Druck (Abfahrten bei Regen, Radtransport bei Regen auf Autodach, bzw. Kärcher halt).
Die Sache ist natürlich, dass diese fehlende Schmierung der Kette in den kleinsten Spalten nur (aus der Luft greif) milli oder centiWatt frißt, auf jeden erheblich weniger als eine verschmutzte Kette. Bloß hat die Schmierung ja auch den Effekt des Korrossionsschutz, wenn die Kette dann da korrodiert steigt der Verlust wieder an.
Allerdings wird sie bei Profis dann ja auch eher ausgetauscht. Nachdem z.B. an der Stelle bei heftigen Regen Wasser eindringt (geringere Oberflächenspannung als Öl, kommt also auch etwas weiter rein in die Spalten mit den Hohlräumen die dann ohne Herstellerschmierung sind) und bevor das Rost verursachen kann.
Bei Rillenkugellagern(aka Industrielager) geht das grundsätzlich nicht, die werden einmal vor der Endmontage geschmiert und dann ist Sense. Spült man das Fett drinne weg, und am besten noch Dreck rein, wird man Letzteren nie wieder rauskriegen und Ersteres nie mehr rein. Dann heißt es: Austausch der Lager erheblich früher nötig. (Wer sich das leisten kann, naja, soll er halt kärchern) Während man altmodische und unpraktische (wenn ich jetzt mal von der Warte des wartungsfaulen Radlers ausgehe) Konuslager wieder öffnen kann und da aller 1-2Mm die Misshandlungsfolgen beseitigen könnte. Aber ob sich das lohnt?: Konuslager damit man nach jedem 5ten Kärchern die Zeit die man sparte bei Nabenwartung verbringt.
Ich denke bei den Teams wirds da eine Art Kampf geben: Radfahrer, der kein einzigtes Watt oder deziWatt an misshandelte Nabenlager verschenken will, gegen die Mechaniker, die nicht wegen 0,1-2Watt (aus der Luft gegriffen) jedes Rad dreimal so lange putzen wollen, und sich denken: bevor es spürbar festgeht, hab ich das längst wieder getauscht. Je nach Teampolitik oder Wichtigkeit des Fahrers wird es da sicher verschiedene Ausgänge geben.
Das abschleifen von Material in den Lagern frißt halt Leistung, wieviel weiß der Teufel. (Wer Versuche anstellen will, dem beschreib ich gerne per PN einen relativ leicht zu machenden Versuchsaufbau um die Reibungsverluste in seinen Nabenlagern zu bestimmen.)
Gruß, Ingmar - ach ja, Wartung, das ist mein Thema- sorry falls es jmd. zuviel ist.
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Re: Radreinigung
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Re: Radreinigung
Nun angesichts deines neuen Rades rückt das Thema bei dir ja dramatisch in den MittelpunktBarus hat geschrieben:'Ich schrebe, also lebe ich.'
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Re: Radreinigung
Ach was... Die schmale, durchlöcherte, hohlgenietete 10-fach-Kette soll angeblich so schnell verschleißen, dass man sie nicht putzen braucht... 
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Re: Radreinigung
das ist die richtige EinstellungBarus hat geschrieben:Ach was... Die schmale, durchlöcherte, hohlgenietete 10-fach-Kette soll angeblich so schnell verschleißen, dass man sie nicht putzen braucht...
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red nosed renntier
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Re: Radreinigung
Wollte noch kurz was schreiben, stand glaub ich noch nichts dazu, zum einzigsten Teil was gereinigt wird: die Kette. *tataa*
Erst groben Sand runterbürsten,dann durch trockenen Lappen laufen lassen, dann durch öligen Lappen laufen lassen (auch an Stellen wo sie mal nicht gerade läuft,z.B. an Schaltröllchen), am Ende wenn man mit ölig nichts mehr nennenswert abbekommt, wieder durch trockenen Lappen laufen lassen, zwischendurch immer wieder die Schaltröllchen parallel (trocken,ölig,trocken) säubern. Kette dabei auf dem größen Ritzel und Kettenblatt laufen lassen, weil: die kann man beidseitig genauso gleichzeitig wie die Schaltritzel säubern.
Ziel der ganzen Aktion: Schmutz aus dem ganzen Antrieb weg, Öl so penibelst wie möglich entfernen, da wo man es braucht, kommt man mit dem Lappen nicht hin, da es verschleißenden Schmutz anzieht, Hosen+Beine dreckig macht, und vor allem ein sauberer Antrieb viel schöner aussieht.
Hat man jetzt den äußeren Schmutz entfernt kann man die Kette nachölen. Kette drehen bis Öl verteilt, dann wieder trockener Lappen. Nach dem Nachölen den Öluberschuss wirklich penibelst (nach 1 Ausfahrt nochmal) zu entfernen ist die halbe Miete gegen Dreck (3Mm mit billigster Shimano9f Kette, die auch mit 24/34 Untersetzung gefahren und immer noch 252mm für 20Glieder, also kein Verschleiss messbar)
Gerade jetzt wenn Salz gestreut wird kann nach jeder Ausfahrt zumindest mal die Kette durch den Lappen laufen lassen, dauert ja nur 2-3min.
Wer viel Zeit hat erkennt an der Kette, dass man nicht jeden Dreck so abbekommt, und darf sich jetzt jedem Kettenglied einzeln widmen ;-D. (Manchmal ertappt man sich sogar dabei).
Erst groben Sand runterbürsten,dann durch trockenen Lappen laufen lassen, dann durch öligen Lappen laufen lassen (auch an Stellen wo sie mal nicht gerade läuft,z.B. an Schaltröllchen), am Ende wenn man mit ölig nichts mehr nennenswert abbekommt, wieder durch trockenen Lappen laufen lassen, zwischendurch immer wieder die Schaltröllchen parallel (trocken,ölig,trocken) säubern. Kette dabei auf dem größen Ritzel und Kettenblatt laufen lassen, weil: die kann man beidseitig genauso gleichzeitig wie die Schaltritzel säubern.
Ziel der ganzen Aktion: Schmutz aus dem ganzen Antrieb weg, Öl so penibelst wie möglich entfernen, da wo man es braucht, kommt man mit dem Lappen nicht hin, da es verschleißenden Schmutz anzieht, Hosen+Beine dreckig macht, und vor allem ein sauberer Antrieb viel schöner aussieht.
Hat man jetzt den äußeren Schmutz entfernt kann man die Kette nachölen. Kette drehen bis Öl verteilt, dann wieder trockener Lappen. Nach dem Nachölen den Öluberschuss wirklich penibelst (nach 1 Ausfahrt nochmal) zu entfernen ist die halbe Miete gegen Dreck (3Mm mit billigster Shimano9f Kette, die auch mit 24/34 Untersetzung gefahren und immer noch 252mm für 20Glieder, also kein Verschleiss messbar)
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Re: Radreinigung
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&
& Team
NSC Zwenkau 19.05.2013 _ 75 km _ 2:26 h
Garmin Velothon 09.05.2013 _ 60 km _ 1:50 h
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Re: Radreinigung
...an den zitierten 5 minuten habe ich aber zweifel...Ritzelconnection hat geschrieben:http://www.community.t-mobile-team.com/tipps_tricks/technology/detail/7
WINTERPOKALTEILNEHMER

- sorry falls es jmd. zuviel ist.