So, nun hast du das Stichwort "Kräfteüberlagerung" reingebracht. Das funktioniert hier aber nicht, da es sich um exponentiell ansteigende Kräfte handelt. Nochmal: Kraft ist Masse MAL Geschwindigkeit, sie überlagern sich nicht, sie addieren sich nicht mal,sondern potenzieren sich durch den Faktor Geschwindigkeit.red nosed renntier hat geschrieben:Nur ist die Geschwindigkeit des Aufpralles auf den Boden unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit. Stichwort Kräfteüberlagerung. Dein Kopf schlägt bei 50km/h Fahrt genauso stark auf,(wenn du ihn nicht abbremst natürlich), wie wenn du stehst.
Gruß, Ingmar
Unvermeidlich eins auf die Birne...
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Ein Medizinstudent wüßte jetzt, dass man da unter Schock steht, und auch ob des Adrenalins sowieso 'nichts merkt'.red nosed renntier hat geschrieben:Das merkt man doch an den ganzen Geschichten, wo Leute aufstehen und meinten: Ich hab eigentlich gar nichts gemerkt, aber der Helm war kaputt.
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Was hälst du denn von den Materialprüfungen für Helme?red nosed renntier hat geschrieben:Das ist richtig,, der Unterschied ist aber im Vgl. zu den wirkenden Kräften gering. Es bleibt dennoch leicht zerstörbares Material.Frank hat geschrieben:ich bilde mir ein, dass mein Helm etwas stabiler ist, als das Styropor, in dem meine Digitalkamera verpackt war
Das merkt man doch an den ganzen Geschichten, wo Leute aufstehen und meinten: Ich hab eigentlich gar nichts gemerkt, aber der Helm war kaputt.
Gruß, Ingmar
Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
So wie du es aufgefasst hast,meinte ich es nicht. Ich habe nur mal den Umkehrschluß aus deiner Aussage gezogen, dass der Aufprall unabhängig von der Geschwindigkeit ist. Da du auch gesagt hast,das Kradfahrer ne ganze Strecke schlittern, und nun auch noch die Geschwindigkeit egal ist, müsste man ja selbst bei einem Sturz aus dem Stehen schlittern. Also entweder ist die Geschwindigkeit egal oder nicht?red nosed renntier hat geschrieben:lies den Thread, zum Thema Schlittern hab ich schon was geschrieben. Hab nie behauptet dass Radler nicht schlittern, behaupte nur, dass trifft für den normalen Straßenradsportler nicht zu,[*] weil er da langsamer fährt wo er irgendwo dagegenschlittern kann.mikel hat geschrieben: ,dass ein Kradfahrer gegen eine Mauer schlittern kann?
Außer natürlich er fährt schneller als vernünftig, weil der Helm ihn ja vllt. schützt, schlittert dann doch dagegen und der Helm wird vllt in den NAcken gerissen und erdrosselt ihn. Nur vielleicht. Aber halt auch beim Schlittern und Optimaleinschlag, nimmt der Helm nicht nennenswert Energie auf.
[*]Für Wettkampfsituationen wo man bei Serpentin mitbeschleunigen muss, und so bei Abfahrten gegen Mauern schlagen kann, oder bei Stadtrennen mit Mauern überall, ists was ganz anderes. Aber wieviel % der Radsportler fahren schon Rennen.
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red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Puh, wie erklär ich das: Die Kräfte sind unabhängig, das heißt, wenn du jetzt fällst, entwickelt dein Kopf aus seiner statischen Energie (die Höhe auf der du ihn trägst) eine Bewegungsenergie. Wie hoch diese Fallenergie des Kopfes ist, wenn er vor dem Aufschlag abgebremst werden sollte, hängt nur von der Höhe ab, aus der er fällt. Nicht von der Geschwindigkeit mit der er getragen wird.Frank hat geschrieben:ich wollte eigentlich nichts mehr schreiben, aber das verstehe ich jetzt auch nicht
Die Energie, die du hast, wenn du läufst, oder radfährst, mit zunehmender Geschwindigkeit, deine Bewegungsenergie läuft praktisch in eine andere Richtung. Die Fallenergie wirkt senkrecht, deine Bewegungsenergie, die durch die geschwindigkeit der Fahrt zunimmt, wirkt waagerecht. Die Senkrechte Fallenergie, wird egal wie schnell, oder stehend du bist, immer gleich sein, und immer werden deine Arme und Nackenmuskeln daran gewöhnt sein, genau diese Energiemenge zu verarbeiten. Deine Bewegunngsenergie durch die schnelle Fahrt, wird jedoch nur abgebaut entweder durch die Reibung beim Schlittern, oder durch einen Einschlag irgendwo. Also: höhere Geschwindigkeit->mehr Schlittern, härterer Einschlag, aber der Aufprall des Kopfes auf dem Boden wird nicht davon beeinflusst.
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
ja, das ist mir wie auch nicht ganz schlüssig. Da braucht man kein Physikstudium, um zu merken, dass es mehr weh tut, wenn man den Kopf nur leicht gegen eine wand stößt oder eben mit höherer Geschwindigkeit.Barus hat geschrieben:Ein Medizinstudent wüßte jetzt, dass man da unter Schock steht, und auch ob des Adrenalins sowieso 'nichts merkt'.red nosed renntier hat geschrieben:Das merkt man doch an den ganzen Geschichten, wo Leute aufstehen und meinten: Ich hab eigentlich gar nichts gemerkt, aber der Helm war kaputt.
Warum entstehen denn an einem Auto größere Schäden, wenn es mit 80 statt 20 km/h gegen eine Mauer fährt?
Jetzt kommt bestimmt wieder so ein physikalischer Fachbegriff, wo uns allen erstmal der Mund offen steht, weil wir nicht genau wissen, was es damit auf sich hat, es hört sich aber erstmal toll an.
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red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
mikel hat geschrieben:da es sich um exponentiell ansteigende Kräfte handelt.
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red nosed renntier
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Hast ja Recht, heißt aber nicht, dass da etwas gewesen wäre, was sie hätten fühlen könnenBarus hat geschrieben:Ein Medizinstudent wüßte jetzt, dass man da unter Schock steht, und auch ob des Adrenalins sowieso 'nichts merkt'.
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
Ok, das ist ist ja alles gut und schön, setzt aber voraus, dass ich mich im Stillstand befinde, und dann seitlich umfalle. Z.B. an der Ampel nicht aus den Klickies komme. Aber selbst dann hätte ich gern einen Helm auf, wenn ich auf die Bordsteinkante falle, aber das Styropor bricht ja gleich, was auch egal ist, weil ich ja den Kopf hochhalte. Wenn ich aber mit 60 km/h den Berg runterrolle, bewegt sich mein Kopf auch mit 60 km/h egal wie hoch er ist, wenn ich dann gegen ein Auto pralle, das den Berg hochfährt. Denke ich. aber du wirst mir doch glatt das Gegenteil beweisen.red nosed renntier hat geschrieben:Puh, wie erklär ich das: Die Kräfte sind unabhängig, das heißt, wenn du jetzt fällst, entwickelt dein Kopf aus seiner statischen Energie (die Höhe auf der du ihn trägst) eine Bewegungsenergie. Wie hoch diese Fallenergie des Kopfes ist, wenn er vor dem Aufschlag abgebremst werden sollte, hängt nur von der Höhe ab, aus der er fällt. Nicht von der Geschwindigkeit mit der er getragen wird.Frank hat geschrieben:ich wollte eigentlich nichts mehr schreiben, aber das verstehe ich jetzt auch nicht
Die Energie, die du hast, wenn du läufst, oder radfährst, mit zunehmender Geschwindigkeit, deine Bewegungsenergie läuft praktisch in eine andere Richtung. Die Fallenergie wirkt senkrecht, deine Bewegungsenergie, die durch die geschwindigkeit der Fahrt zunimmt, wirkt waagerecht. Die Senkrechte Fallenergie, wird egal wie schnell, oder stehend du bist, immer gleich sein, und immer werden deine Arme und Nackenmuskeln daran gewöhnt sein, genau diese Energiemenge zu verarbeiten. Deine Bewegunngsenergie durch die schnelle Fahrt, wird jedoch nur abgebaut entweder durch die Reibung beim Schlittern, oder durch einen Einschlag irgendwo. Also: höhere Geschwindigkeit->mehr Schlittern, härterer Einschlag, aber der Aufprall des Kopfes auf dem Boden wird nicht davon beeinflusst.
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Re: Unvermeidlich eins auf die Birne...
genau, Ingmar, weil ja der Kopf auf grund des Helmes instinktiv 3 cm höher gehalten wurde, ist schon klar.red nosed renntier hat geschrieben:Hast ja Recht, heißt aber nicht, dass da etwas gewesen wäre, was sie hätten fühlen könnenBarus hat geschrieben:Ein Medizinstudent wüßte jetzt, dass man da unter Schock steht, und auch ob des Adrenalins sowieso 'nichts merkt'.
