TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

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poernerg
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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von poernerg » Di 20. Mai 2008, 07:19

peso hat geschrieben:
Floeri hat geschrieben:...innerhalb von vielleicht 500 Fahrern in der Welt, die alle so dermaßen dicht beieinander sind, dass da nun der Walser das i-Tüpfelchen darstellt
Das stimmt so ja auch nicht. Man sollte das "Letzte Prozent" auch nicht so wörtlich nehmen. Zwischen dem Ersten einer Bergetappe und dem Zehnten liegen für diesen Anstieg (bei vergleichbarem Körpergewicht) gut und gerne 50 Watt. Also über 10 Prozent.

Wenn der Wissenschaftler Gorgos schon 10 Lebensmittel aus Wegmanns Mahlzeitenplan streicht, nur, damit er schneller wird...
Das meinte ich zum Beispiel, wenn ich einen Teil der Tuningmaßnahmen für völligen Blödsinn halte. Da muß ich nicht mal Ernährungswissenschaftler sein.
Wie jetzt - hast du in dem Moment nicht ueberlegt, welche 10 Nahrungsmittel du bei dir streichen muesstest?


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peso
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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von peso » Di 20. Mai 2008, 07:28

lqw hat geschrieben:Wie jetzt - hast du in dem Moment nicht ueberlegt, welche 10 Nahrungsmittel du bei dir streichen muesstest?
Diese teuflische Ananas hat mich schon so manches Rennen gekostet.

Damit ist nicht zu spaßen.
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mirage
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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von mirage » Di 20. Mai 2008, 07:40

peso hat geschrieben:
lqw hat geschrieben:Wie jetzt - hast du in dem Moment nicht ueberlegt, welche 10 Nahrungsmittel du bei dir streichen muesstest?
Diese teuflische Ananas hat mich schon so manches Rennen gekostet.

Damit ist nicht zu spaßen.
da ist es doch echt besser die oder den Ananas saft noch aufs gesicht aufzutragen.gibt einen guten Peeling-Effekt und es entfernt alte hautschuppen. ;)

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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von uage » Di 20. Mai 2008, 08:09

Lieber Floeri,

eigentlich hatte ich mich mit meiner Aussage zu Infusionen ja lediglich auf Pneumos Aussage bezogen, der meinte Rundfahrten wie die TdF wären nur mit Nudeln etc. nicht zu bewältigen, was ja ohnehin nicht der Fall ist. Neben Infusionen sind einige Medikamente, Behandlungsmethoden und Tricks Standard. Ich werfe aber einem Profisportler nicht Doping vor, wenn er Infusionen bekommt, denn es ist nicht als solches klassifziert.

Die Entscheidung, was gesunder Sport (und das ist Leistungssport generell nur sehr eingeschränkt) ist, darf und muss jeder für sich treffen. Für mich bedeutet gesunder Sport, dass ich alles was ich aus meinem Körper heraushole auch selber "einwerfen" möchte und auch nur solchen Sport bewundern kann, der sich an diesem Anspruch misst.
Und trotzdem: Auch dieses Jahr werd ich hin und wieder den Übertragungen der TdF folgen. So ist das halt ;-) Aber lieber wäre es mir, sie würde langsamer fahren und ich wäre weniger misstrauisch und die Fahrer des Feldes ein wenig mehr "Mensch".

Grüße
Uwe

P.S. Das Argument, Insusionen würde ja erst Rundfahrten wie die TdF ermöglichen, gilt natürlich im Rahmen der aktuellen Radsportsituation. Aber eben diese Situation ist das Problem. Und ich wette, dass nicht jeder Fahrer des RAAM Insusionen bekommt. Auch da wird es verschiedene Ansichten dazu geben...ich hoffe es.


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Floeri
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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von Floeri » Di 20. Mai 2008, 08:51

Hallo Uage,

wenn Du von einem gesunden Sport schreibst, so bin ich völlig einverstanden mit Deiner Aussage. Nur eine Rundfahrt mit diesen Höchstleistungen jeden Tag KANN nicht gesundheitsfördernd sein und genau deshalb kommen die Infusionen ins Spiel. Hier werden Leistungen jenseits der gesundheitsfördernden Bewegung abgerufen. Warum ist denn ein Ausreißer des Vortgaes, der 150km allein vor dem Feld gefahren ist am nächsten Tag 30 Min dahinter?

Die Medikamente, damit die armen noch Luft bekommen, da sie ja alle Allergiker und Broncheienkrank sind, finde ich eh absolut lächerlich. Wenn ich mir Freunde anschaue, die sich das Zeug reinpumpen müssen, damit sie überhaupt Luft bekommen, so bin ich überrascht wie stark die Radpros damit (ÜBERHAUPT) Fahrradfahren können.
Da wird ganz frei nach Schnauze die Öffentlichkeit verarscht, denn einen Arzt zu finden, der einem Asthma diagnostiziert, ist in unserer Gesellschaft nun wahrlich nicht mehr schwer.

Dein Misstrauen verstehe ich völlig, nur nocheinmal: Diese Menschen verdienen ihr Geld mit unserem Sport. Die werden sicherlich niemals auf legale Mittel verzichten, die sie schneller wieder fit machen. Denn sonst sind die arbeitslos und gelernt haben die meisten wahrscheinlich auch nichts, da sie ja den gesamten Tag auf dem Bock verbringen. Wegmann sagte im Arte-Beitrag, dass er seit dem 16. LJahr als Pro fährt, also hatte er nie die Chance, die wir haben / hatten: einen Beruf zu erlernen.
Also ist diese Diskussion zwar ehrenwert von uns, aber völlig fehl am Platze, denn wir verdienen niemals damit unseren Lebensunterhalt und darüber bin ich echt froh :anbetung: !


@Peso: Klar gibt es Bergspezialisten, Wasserträger und Sprinter sowie Ausreisskönige, die alle top sind in Ihrem Terrain. Zusammengenommen müssen sie aber als Mannschaft funktionieren in einem Team und da sind die Mannschaften sehr eng beieinander. Der bergfloh wird wohl auch nicht das tempo auf der Ebene bestimmen, denn da wird er weniger Watt treten, als ein Rich!??


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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von peso » Di 20. Mai 2008, 09:23

Floeri hat geschrieben:Nur eine Rundfahrt mit diesen Höchstleistungen jeden Tag KANN nicht gesundheitsfördernd sein und genau deshalb kommen die Infusionen ins Spiel. Hier werden Leistungen jenseits der gesundheitsfördernden Bewegung abgerufen.
Das steht außer Frage. Nur...auch wir, mit unseren > 10.000 km, diversen Rennbelastungen, bewegen uns bereits jenseits gesundheitssportlicher Aktivität.

Also ist diese Diskussion zwar ehrenwert von uns, aber völlig fehl am Platze, denn wir verdienen niemals damit unseren Lebensunterhalt und darüber bin ich echt froh :anbetung: !
Die Diskussion bringt uns keine Ehre und fehl am Platze scheint sie mir auch nicht. Wir reflektieren über den Zustand des Sports. Eher über ein sehr spezielle Ausprägung - Sport als Profession. Offensichtlich - das zeigen ja die verschiedenen Meinungen von dir und uage - bewegt sich dieser im Spannungsfeld von sportethischen und ganz pragmatischen Aspekten, die man in der persönlichen Bewertung unterschiedlich gewichten kann. Weil du davon sprichst, wir, "die Gesellschaft", erwarteten eine bestimmte (die aktuelle) Realisierung de Radsports, läßt sich doch kaum übersehen, daß der Diskurs über Sinn und Unsinn solcher Veranstaltungen, über die körperlichen Grenzen des Menschleins, über die Frage nach verantwortungsvollem Umgang mit medizinischen und therapeutischen Mitteln und Methoden eben Bestandteil dieser Erwartungshaltung bzw. an ihrer Ausformung beteiligt ist.

@Peso: Klar gibt es Bergspezialisten, Wasserträger und Sprinter sowie Ausreisskönige, die alle top sind in Ihrem Terrain. Zusammengenommen müssen sie aber als Mannschaft funktionieren in einem Team und da sind die Mannschaften sehr eng beieinander. Der bergfloh wird wohl auch nicht das tempo auf der Ebene bestimmen, denn da wird er weniger Watt treten, als ein Rich!??
Sowohl der Erste als auch der Zehnte bei einer Bergankunft zählen zur absoluten Weltspitze. Beides sind hervorragende Kletterer. Auch im Zeitfahren sind die Unterschiede zwischen den Spezialisten deutlich größer als nur ein Prozent. Wenn du von einer annäherenden Gleichheit der Mannschaften sprichst, können verschiedene französische Teams vermutlich nicht mal darüber lachen.
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Re: TV (arte), 21 Uhr "Das letzte Prozent"

Beitrag von Floeri » Di 20. Mai 2008, 09:41

peso hat geschrieben:
Floeri hat geschrieben:Nur eine Rundfahrt mit diesen Höchstleistungen jeden Tag KANN nicht gesundheitsfördernd sein und genau deshalb kommen die Infusionen ins Spiel. Hier werden Leistungen jenseits der gesundheitsfördernden Bewegung abgerufen.
Das steht außer Frage. Nur...auch wir, mit unseren > 10.000 km, diversen Rennbelastungen, bewegen uns bereits jenseits gesundheitssportlicher Aktivität.
Klar tun wir das, denn wir wollen ja auch die Belastungen spüren, die die Pros haben. Oder fährt Mann / Frau Rennen, nur um schöne Fotos zu bekommen :cool: !? Um die (fremde) Umgebung zu genießen gibt es die RTFs. Da kann man nach Lust und Laune radeln.
Die Belastung bei mir in Bremen war bei dem Wetter sicherlich nicht gesundheitsfördernd, aber in Hildesheim war das eine total entspannte Tour, wobei ich für meine Verhältnissse die Berge dort schnell gefahren bin, aber der Puls bei 150 geblieben ist.
So habe ich beides genießen dürfen: Das Durchhaltevermögen im Dauerregen bei 10C und die wunderschöne Umgebung bei Hildesheim :liebe: .
Wie ungesund der Sport bei mir sein kann, hast Du ja selbst bei Großbothen erlebt, als Du mich bei den NSC überholt hast und ich als "Leiche" blass und unterzuckert mit 15 km/h auf der Geraden da langgeiert bin.

Und dennoch: Ich freue mich dermaßen auf unsere heutige Ausfahrt: Es könnte am besten gleich losgehen. Irgendwie bin ich süchtig nach diesem Sport und meiner Blue Endorfin :liebe: :D :liebe:


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