So nachdem ich nun doch ganz zufrieden bin

und die Arbeit erst mal von links nach rechts geräumt habe, ein paar Erlebnisse zur 70km-Strecke. Die sind ja nicht soviele gefahren.
Die rote Laterne war am Ende zum Glück weit hinter mir.
Träumereien
Vorgenommen hatte ich mir eine Zeit unter 2h sowie einen Schnitt von >35km/h. Beides erreicht aber vor paar Wochen war ein noch besseres Ergebnis nicht unrealistisch, doch durch beruflichen Wechsel und privaten Stress war der Mai leider nicht mehr von kontinuierlicher Vorbereitung geprägt. Nur 3 längere Fahrten und so hatte ich schon am Sonntag Nachmittag ein unruhiges Gefühl der Ungewissheit.
Mein Schwager war auch noch ziemlich erkältet (am Ende trotzdem Platz 252 und Schnitt 35km/h) und versprühte deshalb auch nicht gerade Optimismus.
Die 110er starteten noch ziemlich im Feuchtbiotop aber bei uns hatte es zum Glück aufgehört und es begann stellenweise auch abzutrocknen.
Die Aufstellung in Startblöcken hat irgendwie nicht so richtig funtioniert, denn als es hieß es geht los rollte auch so wieder alles zusammen bzw. hatte ich das Gefühl es stehen auf ein Mal mindestens 100 Leute mehr vor mir.
Das Rennen
Na ja am Anfang das übliche Gruppenspringen, Tempo 45-50 oder schneller und Puls jenseits von gut und böse. Aber selbst schuld wenn man wieder soweit hinten steht.
Die B2 wurde sturzfrei passiert doch in Markkleeberg beim Abbiegen auf die Bornaische Straße haben die Strassenbahnschienen für eine erste Selektion gesorgt. Die Stelle wurde mit vielleicht 20 km/h passiert und schon ging´s zum Rundweg am See.
Ich hatte im Vorfeld einige Bedenken was die kurvige Strecke bei einem ankommenden Pulk angeht aber erstaunlicherweise ging alles glatt.
Hier zerriss nun leider das Feld völlig und es bildeten sich schon 3-4 größere Gruppen. Im Training hatte ich mir vorgenommen die Steigung am Ende mit 26-27 km/h hochzufahren. Im Rennen waren es dann 33 km/h, ich konnte einige Plätze gutmachen, doch oben angekommen kreischte die Lunge dann entsprechend und an ein weiteres Vorfahren war nicht zu denken. Also regenerieren so gut es geht und so rollte ich in einer kleinen 4-Mann Gruppe dahin. Diese zerfiel an den nächsten kleinen Hügeln und so war ich dann dummerweise auf der Abfahrt gen Dreiskau-Muckern allein. Nicht weit vor mir, vielleicht 70-80m war die nächste große 30-40 Mann Gruppe doch trotz alleine gekurbelter 45 km/h war es aussichtslos diese zu erreichen. Am Ende wären das aber max. 40 Plätze und 1:20 min besser gewesen.
Nun also einholen lassen und diese Gruppe blieb es dann auch bis zum Ende. An den Hügeln lief es gut, immer in den vorderen Positionen, aber Möglichkeiten nach vorn zu kommen gab´s eigentlich keine mehr. Kurz vor Kitzscher noch mal Aufregung mit Krankenwagen als sich in der Abfahrt in den Ort hinein ca. 10 Mann übel gelegt hatten.
Der Rest ist schnell erzählt. Ab Eula hatte keiner mehr Lust vorn zu fahren, so dass stellenweise mit 31-32 km/h gedümpelt wurde.
Erst ab 5km vor dem Ziel zog es nochmal an und als sich kurz vor dem Ziel am linken Rand eine Lücke auftat sprang der 7.Platz von den 45 Mann unserer Gruppe raus. Bild 9512 ganz rechts beim geposteten Link.
Ok ging um die goldene Ananas aber was soll´s.
Fazit
Die Power fehlte in den entscheidenden Momenten um mitzugehen und wieder stand ich zu weit hinten. Nächstes Jahr also gleich 40 km/h angeben und nicht 35.
Nach einer Nacht drüber schlafen bin ich unter den gegebenen Umständen doch zufrieden.
Aber ist trotzdem krass, fast 10min schneller als letztes Jahr aber nur 40 Plätze weiter vorn. Das Niveau war bedeutend höher und wenn ich mir den 42er Schnitt auf der 110er anschaue...

Edith: Hab mich im Nachgang als Motivationshilfe nun doch für Dresden angemeldet. Reicht nur für die kurze Strecke aufgrund fehlender Vorbereitunsmöglichkeiten. Doch Hügel und Berge liegen mir mehr als dieses Flachlandgebolze.