LVM Berg Waldkirchen 2012
Verfasst: Mi 3. Okt 2012, 22:03
Der Saisonabschluss im offiziellen BDR-Rennkalender "Strasse" brachte heute noch als i-Tüpfelchen die Landesmeisterschaften im Bergzeitfahren in Waldkirchen. Zu erklimmen ist dort die alte Dorfstraße, die mit welligem Profil über 2 km 170 Hm bei durchschnittlichen 8,8% in die Höhe strebt. Diese Strecke war zwei Mal zu bewältigen, beim ersten Mal mit Massenstart und im 2. Lauf in der Art eines Verfolgungsrennens mit den jeweiligen Rückständen des 1. Laufes nacheinander gestartet.
Im 1. Lauf der Senioren begann es erstaunlich verhalten. In der 2. Hälfte des flacheren Teils vor dem ersten garstigen Steilstück setzte ich eine erste Attacke. Diese sollte neben einer Feld-Längung lediglich bezwecken, dass einige Mitkonkurrenten ebenfalls erste Frische einbüssen und die Erstattacke nicht im Steilstück passiert, wo ich als Bergelefant womöglich mehr Probleme bekäme. Tatsächlich ging es dann duch die steilste Passage gepflegt mit hohem aber nicht attackierendem Tempo hindurch. Aufgrund der zuvor bereits gelängten Feldsituation hatte sich an dieser Stelle bereits eine Lücke hinter dem dritten Fahrer aufgetan, die in der Folge weiter anwuchs. Das Steilstück mit ca. 12% Steigung bleibt dort verdammt zäh und lang, aber bei km 1,2 wird es flacher. Bei km 1,3 setze ich meine zweite Attacke und nur noch Torsten Kunath bleibt dabei. Im steilen Schlussteil setzte Torsten dann die Gegenattacke 400 m vor dem Ziel und schaltet Gang für Gang weiter. Natürlich mobilisierte ich nun alles, um einerseits Torsten nicht zu weit wegzulassen und andererseits um den Vorsprung auf den dritten Fahrer zu vergrößern. Im Ziel war ich dann dennoch vier Sekunden hinter Torsten zurück und 14 s vor dem Dritten, Jens Kulig.
Der gut 2 Stunden später gestartete 2. Lauf war dann mehr oder weniger eine Bestätigung der Sachlage des 1. Laufes. Zwar konnte ich den Rückstand auf Torsten über die ersten 60% der Distanz ziemlich konstant halten, aber der Effekt war, dass ich hart an der Grenze des Überziehens arbeitete. Immerhin wuchs damit auch der Abstand auf meinen Verfolger weiter an, der anders als der Thüringer Kunath Sachse ist und damit um den LVM-Titel mit konkurrierte. So liess ich Torsten Kunath dann ziehen und schützte mich durch eine etwas moderatere Pace vor einem kapitalen Motorplatzer. Der 2. Lauf war mit durchschnittlichen 400 Watt 11 s langsamer als der 1. Lauf, der immerhin 450 Watt aus den Knochen sog. Immerhin war aber der 2. Platz des Rennens und der Landesmeister-Titel im Bergfahren der Senioren 2 Lohn der Mühe.
Fieberkurve Lauf 1: http://app.strava.com/rides/23893276
Lauf 2: http://app.strava.com/rides/23893395
P.S. und Nebengeschichte: beim Warmfahren für den 2. Lauf liessen wir es uns nicht nehmen, über Zschopau nach Witzschdorf zu fahren und die wilde Steige zumindest in der Abfahrt zu besichtigen. Da müssen wir unbedingt auch nochmal hin!
Im 1. Lauf der Senioren begann es erstaunlich verhalten. In der 2. Hälfte des flacheren Teils vor dem ersten garstigen Steilstück setzte ich eine erste Attacke. Diese sollte neben einer Feld-Längung lediglich bezwecken, dass einige Mitkonkurrenten ebenfalls erste Frische einbüssen und die Erstattacke nicht im Steilstück passiert, wo ich als Bergelefant womöglich mehr Probleme bekäme. Tatsächlich ging es dann duch die steilste Passage gepflegt mit hohem aber nicht attackierendem Tempo hindurch. Aufgrund der zuvor bereits gelängten Feldsituation hatte sich an dieser Stelle bereits eine Lücke hinter dem dritten Fahrer aufgetan, die in der Folge weiter anwuchs. Das Steilstück mit ca. 12% Steigung bleibt dort verdammt zäh und lang, aber bei km 1,2 wird es flacher. Bei km 1,3 setze ich meine zweite Attacke und nur noch Torsten Kunath bleibt dabei. Im steilen Schlussteil setzte Torsten dann die Gegenattacke 400 m vor dem Ziel und schaltet Gang für Gang weiter. Natürlich mobilisierte ich nun alles, um einerseits Torsten nicht zu weit wegzulassen und andererseits um den Vorsprung auf den dritten Fahrer zu vergrößern. Im Ziel war ich dann dennoch vier Sekunden hinter Torsten zurück und 14 s vor dem Dritten, Jens Kulig.
Der gut 2 Stunden später gestartete 2. Lauf war dann mehr oder weniger eine Bestätigung der Sachlage des 1. Laufes. Zwar konnte ich den Rückstand auf Torsten über die ersten 60% der Distanz ziemlich konstant halten, aber der Effekt war, dass ich hart an der Grenze des Überziehens arbeitete. Immerhin wuchs damit auch der Abstand auf meinen Verfolger weiter an, der anders als der Thüringer Kunath Sachse ist und damit um den LVM-Titel mit konkurrierte. So liess ich Torsten Kunath dann ziehen und schützte mich durch eine etwas moderatere Pace vor einem kapitalen Motorplatzer. Der 2. Lauf war mit durchschnittlichen 400 Watt 11 s langsamer als der 1. Lauf, der immerhin 450 Watt aus den Knochen sog. Immerhin war aber der 2. Platz des Rennens und der Landesmeister-Titel im Bergfahren der Senioren 2 Lohn der Mühe.
Fieberkurve Lauf 1: http://app.strava.com/rides/23893276
Lauf 2: http://app.strava.com/rides/23893395
P.S. und Nebengeschichte: beim Warmfahren für den 2. Lauf liessen wir es uns nicht nehmen, über Zschopau nach Witzschdorf zu fahren und die wilde Steige zumindest in der Abfahrt zu besichtigen. Da müssen wir unbedingt auch nochmal hin!