Rund um Sebnitz
Verfasst: Mo 19. Sep 2011, 20:13
Am Sonntag fand einer der wenigen Klassiker statt, wo man sich als Amateur mit den ganz Großen messen darf. Das 38. Rund um Sebnitz stand auf dem Programm. Es war mein vierter Start in der Stadt der Kunstblumen und ich fühlte mich sofort heimisch, denn es regnete wie aus Kübeln. Bei vier Starts bin ich dort drei Mal im Regen gefahren.
Die Radsportprominenz wurde im Besonderen durch Christian Knees (Sky), Marcel Kittel (Skil-Shimano) und Sebastian Lang (Omega Pharma-Lotto) vertreten. Dazu kamen Andre Schulze (CCC-Polsat), Björn Schröder (Nutrixxion), Michael Weicht (LKT), Mathias Belka (Raiko) sowie jeweils 2 tschechische und polnische Profiteams mit ihren Fahrern.
Es standen 16 Runden auf dem Programm, welche eine Gesamtdistanz von 105 km und 2300hm ergaben (Laut Garmin, aber ich denke es sind etwas weniger
).
Bei der Startaufstellung mache ich schon mal alles richtig, denn ich stehe in der ersten Reihe, das ist nicht nur wegen des obligatorischen Startfotos wichtig, auf dem engen Kurs ist es von Vorteil ganz vorne zu stehen. Es geht über schmale Straßen für 2,5km immer leicht ansteigend zum höchsten Punkt der Strecke. Nach einer Abfolge von Rechts- und Linkskurven kommt man zum Steilstück des Berges, welcher sich mit giftigen 10% Steigung einem in den Weg stellt. Trotz alle dem wird die erste Runde zügig absolviert und es geht auf einer breiten Straße abwärts. Am Ende biegt man scharf links im Kreisverkehr ab und es kommt ein kleines Steilstück, welches sich vorzüglich für einen Angriff eignet, denn nach einer Abfahrt sind die Beine kalt, die scharfe Kurve im Kreisverkehr sorgt für einen ordentlich Ziehharmonikaeffekt und schon greife ich an. Erster Blick nach hinten: Knees ist hinter mir.
Zweiter Blick: Wir sind zu viert weg.
Neben Knees ist Andreas Müller (österreichischer Bahnprofi) und ein Tscheche vom PSK Whirlpool Team dabei. Nach einer kurzen Abfahrt kommt man zu einem weiteren Kreisverkehr, welcher extrem sturzgeeignet ist.
Ich fahre an vierter Position in den Kreisverkehr und mir rutscht das Hinterrad weg, welches dem Bauzaun schon gefährlich nahe kommt, aber der Sturz lässt sich vermeiden. Dummerweise habe ich jetzt ein Loch zu meinen Begleitern, welches ich nicht mehr schließen kann. Da ich die nächsten Kurven auch mit ordentlich Respekt fahre. So werde ich wieder eingeholt.
Die nächsten Runden zeichnen sich durch Springerei aus. Knees muss vorne wie ein Moped gefahren sein, denn seine Begleiter schüttelt er bald ab. Hinter ihm entsteht eine 3 Manngruppe und dahinter ist das Feld. Sebastian Lang zieht in der 8. Runde das Tempo am Berg an und es entsteht eine kleine Verfolgergruppe, in welcher ich mich auch befinde, aber wir werden in der Abfahrt wieder aufgefahren. Aber nach dem Kreisverkehr attackiert Lang erneut und dieses Mal steht die Gruppe, welche 6 Fahrer umfasst. Mit dabei sind Lang, Sickmüller (Stevens), Cieslik (Bank BGZ), Wiele, Heinze und ich (alle Jenatec). Wir harmonieren gut und die einzige Aufgabe ist, es die 3 Fahrer vor uns noch einzuholen, welche 1:30 min vor uns liegen. Runde zu Runde kommen wir näher. Dabei ist der stilistische Faktor in unserer Gruppe auf Seiten von Lang, bei dem alles so einfach aussieht. Es ist überflüssig zu erklären, dass es bei mir deutlich unrunder ist. 2 Runden vor Schluss ist der Abstand noch 40s groß und mit allem was der durchweichte Körper noch zur Verfügung hat, holen wir die 3 Männer in der Schlussrunde am Berg ein. Dort entsteht mit Lang, Heinze, Sickmüller, Krotky und Müller die Gruppe, welche die Podiumsplätze ausmacht. Dahinter sind die 2 Polen Cieslik, Urbanowski, Wiele und ich. Nach der Abfahrt probiere ich es noch einmal mit einem finalen Angriff. Doch die 2 Polen holen mich kurz vor dem Ziel zurück, sodass ich am Ende Zehnter werde. Das ist meine beste Platzierung, die ich in Sebnitz erringen konnte, sodass das Fazit zum Rennen sehr positiv ausfällt. Fast 6 Minuten hinter uns und damit 9 Minuten hinter dem Sieger kommt das Hauptfeld an.
Knees gewinnt vor Lang und Sickmüller.
Die ganzen Ergebnisse
Garmin-Aufzeichnung
Unbedingt anschauen, wenn man 20 Minuten Zeit hat: Muax
Hier noch ein Foto mit mit dem Radsportler aus Sonneberg, welcher als Einziger schneller ist als Peso.
Natürlich habe ich die Augen zu 
Die Radsportprominenz wurde im Besonderen durch Christian Knees (Sky), Marcel Kittel (Skil-Shimano) und Sebastian Lang (Omega Pharma-Lotto) vertreten. Dazu kamen Andre Schulze (CCC-Polsat), Björn Schröder (Nutrixxion), Michael Weicht (LKT), Mathias Belka (Raiko) sowie jeweils 2 tschechische und polnische Profiteams mit ihren Fahrern.
Es standen 16 Runden auf dem Programm, welche eine Gesamtdistanz von 105 km und 2300hm ergaben (Laut Garmin, aber ich denke es sind etwas weniger
Bei der Startaufstellung mache ich schon mal alles richtig, denn ich stehe in der ersten Reihe, das ist nicht nur wegen des obligatorischen Startfotos wichtig, auf dem engen Kurs ist es von Vorteil ganz vorne zu stehen. Es geht über schmale Straßen für 2,5km immer leicht ansteigend zum höchsten Punkt der Strecke. Nach einer Abfolge von Rechts- und Linkskurven kommt man zum Steilstück des Berges, welcher sich mit giftigen 10% Steigung einem in den Weg stellt. Trotz alle dem wird die erste Runde zügig absolviert und es geht auf einer breiten Straße abwärts. Am Ende biegt man scharf links im Kreisverkehr ab und es kommt ein kleines Steilstück, welches sich vorzüglich für einen Angriff eignet, denn nach einer Abfahrt sind die Beine kalt, die scharfe Kurve im Kreisverkehr sorgt für einen ordentlich Ziehharmonikaeffekt und schon greife ich an. Erster Blick nach hinten: Knees ist hinter mir.
Die nächsten Runden zeichnen sich durch Springerei aus. Knees muss vorne wie ein Moped gefahren sein, denn seine Begleiter schüttelt er bald ab. Hinter ihm entsteht eine 3 Manngruppe und dahinter ist das Feld. Sebastian Lang zieht in der 8. Runde das Tempo am Berg an und es entsteht eine kleine Verfolgergruppe, in welcher ich mich auch befinde, aber wir werden in der Abfahrt wieder aufgefahren. Aber nach dem Kreisverkehr attackiert Lang erneut und dieses Mal steht die Gruppe, welche 6 Fahrer umfasst. Mit dabei sind Lang, Sickmüller (Stevens), Cieslik (Bank BGZ), Wiele, Heinze und ich (alle Jenatec). Wir harmonieren gut und die einzige Aufgabe ist, es die 3 Fahrer vor uns noch einzuholen, welche 1:30 min vor uns liegen. Runde zu Runde kommen wir näher. Dabei ist der stilistische Faktor in unserer Gruppe auf Seiten von Lang, bei dem alles so einfach aussieht. Es ist überflüssig zu erklären, dass es bei mir deutlich unrunder ist. 2 Runden vor Schluss ist der Abstand noch 40s groß und mit allem was der durchweichte Körper noch zur Verfügung hat, holen wir die 3 Männer in der Schlussrunde am Berg ein. Dort entsteht mit Lang, Heinze, Sickmüller, Krotky und Müller die Gruppe, welche die Podiumsplätze ausmacht. Dahinter sind die 2 Polen Cieslik, Urbanowski, Wiele und ich. Nach der Abfahrt probiere ich es noch einmal mit einem finalen Angriff. Doch die 2 Polen holen mich kurz vor dem Ziel zurück, sodass ich am Ende Zehnter werde. Das ist meine beste Platzierung, die ich in Sebnitz erringen konnte, sodass das Fazit zum Rennen sehr positiv ausfällt. Fast 6 Minuten hinter uns und damit 9 Minuten hinter dem Sieger kommt das Hauptfeld an.
Knees gewinnt vor Lang und Sickmüller.
Die ganzen Ergebnisse
Garmin-Aufzeichnung
Unbedingt anschauen, wenn man 20 Minuten Zeit hat: Muax
Hier noch ein Foto mit mit dem Radsportler aus Sonneberg, welcher als Einziger schneller ist als Peso.