Schleizer Dreieck Jedermann - 16.05.2010
Verfasst: So 16. Mai 2010, 16:39
Hier noch die Eindrücke von meinem ersten "echten" Rennen (War schon mal beim Fockeberg-Zeitfahren).
Pünktlich erreichen wir die Rennstrecke, gut organisiert werden wir mit allem notwendigen versorgt. Genügend Zeit bis zum Start, es können ca. 11 km zum Warmradeln auf dem Schleizer Dreieck eingebaut werden.
Mit Teamkollege Schum von der RRL am Start nochmal kurz abgestimmt, Parole: So schnell wie möglich in das vorderste Feld reinfahren, wenn man dort im Berg nach hinten durchgereicht wird, kann das wieder kompensiert werden.
Also gut, die ersten Meter auf dem Dreieck gehen Bergab, wir nehmen andere Biker als Slalomstangen und haben vor den ersten Höhenmetern (noch auf der Rennstrecke) das führende Feld auf Spuck-Distanz. Nun führt uns die Strecke immer weiter in die Höhe, die Orientierung erfolgt nur nach vorne. Deshalb habe ich nie mitbekommen, wo Marko steckt. Ich vermutete ihn zumindest immer am Hinterrad. Umdrehen wollte ich mich in dem Gerangel aber nicht. Auf kleinen Abstiegen ließ ich Vorsicht walten, deshalb Vmax auch nur 61 km/h. Die entstandenen kleinen Löcher konnte ich gut zufahren, diese Taktik war mir sicherer als das Rad-An-Rad den Berg runter.
Alles läuft blendend, eingerollt und scheinbar kräftig genug, in der ersten Gruppe mitzurollen. Irgendwann knackt es ein wenig im Gebälk. Egal, Wieselflink hatte mir eine neue Kette und ein neues Ritzelpaket eingebaut, kann also nicht so ganz schlimm sein bzw. liegt an was anderem.
Km 28 Hirschberg: Abfahrt, gefolgt von einer 90°-Rechtskurve mit sofort folgendem Anstieg. Das Knacken lässt sich nochmal etwas lauter als vorher hören, beim Anziehen rappelt es dann ordentlich in der Kiste und die Fahrt nimmt ein jähes Ende: Kette gerissen.
Das war es dann, mein erstes Rennen (Nach dem Fockeberg).
Einen hilfreichen Polizisten fragte ich dann nach dem Besenwagen oder alternativ einer geöffneten Kneipe, wobei er mir für die zweite Variante wenig Hoffnung machte. Die dann folgende Frage nach einer geöffneten Kirche wurde ignoriert. Also auf den Besenwagen warten und allen, die man so kennt, nochmal zuwinken. Marko hat sogar angehalten und mir schon mal seinen Autoschlüssel gegeben (Nachdem er mir mitteilte, dass dieses Rennen wegen der "Hügel" total scheiße wäre und er jetzt schon keinen Bock mehr hätte). Nun hatte ich also den Autoschlüssel, schlauer weise hatten wir übersehen, dass der Besenwagen ja ziemlich zum Schluss im Ziel eintrifft...Aber Marko würde die Zeit bestimmt auch ohne warme Sachen herumkriegen, dachte ich mir mal so.
Es folgte also eine ewig lange, langweilige Runde durch Thüringen im Besenwagen. Zwischendurch forderte ich noch eine Pinkelpause ein und bemerkte dann in der Wiese stehend eine relativ große Wagenkolonne hinter uns. Irgendwelche Begleitfahrzeuge, Polizeiautos und auch Motorräder. Die schöne Thüringer Kulisse nutzend, von staunenden Polizei-Augen beobachtet, verrichtete ich ganz gemütlich mein Geschäft. Ein zuvor überholter Radfahrer, der nicht einsteigen wollte, überholte nun seinerseits laut schimpfend meine Begleit-Fahrzeuge.
Endlich im Ziel wurde ich laut gröhlend und feixend empfangen. War mir aber wurscht, ich hatte auch meinen Spaß. Und bis zu der kaputten Kette einen Schnitt von 36,28 km/h sowie freien Blick auf den Führenden. Was will man mehr?
Grüße, bis später...
Pünktlich erreichen wir die Rennstrecke, gut organisiert werden wir mit allem notwendigen versorgt. Genügend Zeit bis zum Start, es können ca. 11 km zum Warmradeln auf dem Schleizer Dreieck eingebaut werden.
Mit Teamkollege Schum von der RRL am Start nochmal kurz abgestimmt, Parole: So schnell wie möglich in das vorderste Feld reinfahren, wenn man dort im Berg nach hinten durchgereicht wird, kann das wieder kompensiert werden.
Also gut, die ersten Meter auf dem Dreieck gehen Bergab, wir nehmen andere Biker als Slalomstangen und haben vor den ersten Höhenmetern (noch auf der Rennstrecke) das führende Feld auf Spuck-Distanz. Nun führt uns die Strecke immer weiter in die Höhe, die Orientierung erfolgt nur nach vorne. Deshalb habe ich nie mitbekommen, wo Marko steckt. Ich vermutete ihn zumindest immer am Hinterrad. Umdrehen wollte ich mich in dem Gerangel aber nicht. Auf kleinen Abstiegen ließ ich Vorsicht walten, deshalb Vmax auch nur 61 km/h. Die entstandenen kleinen Löcher konnte ich gut zufahren, diese Taktik war mir sicherer als das Rad-An-Rad den Berg runter.
Alles läuft blendend, eingerollt und scheinbar kräftig genug, in der ersten Gruppe mitzurollen. Irgendwann knackt es ein wenig im Gebälk. Egal, Wieselflink hatte mir eine neue Kette und ein neues Ritzelpaket eingebaut, kann also nicht so ganz schlimm sein bzw. liegt an was anderem.
Km 28 Hirschberg: Abfahrt, gefolgt von einer 90°-Rechtskurve mit sofort folgendem Anstieg. Das Knacken lässt sich nochmal etwas lauter als vorher hören, beim Anziehen rappelt es dann ordentlich in der Kiste und die Fahrt nimmt ein jähes Ende: Kette gerissen.
Das war es dann, mein erstes Rennen (Nach dem Fockeberg).
Einen hilfreichen Polizisten fragte ich dann nach dem Besenwagen oder alternativ einer geöffneten Kneipe, wobei er mir für die zweite Variante wenig Hoffnung machte. Die dann folgende Frage nach einer geöffneten Kirche wurde ignoriert. Also auf den Besenwagen warten und allen, die man so kennt, nochmal zuwinken. Marko hat sogar angehalten und mir schon mal seinen Autoschlüssel gegeben (Nachdem er mir mitteilte, dass dieses Rennen wegen der "Hügel" total scheiße wäre und er jetzt schon keinen Bock mehr hätte). Nun hatte ich also den Autoschlüssel, schlauer weise hatten wir übersehen, dass der Besenwagen ja ziemlich zum Schluss im Ziel eintrifft...Aber Marko würde die Zeit bestimmt auch ohne warme Sachen herumkriegen, dachte ich mir mal so.
Es folgte also eine ewig lange, langweilige Runde durch Thüringen im Besenwagen. Zwischendurch forderte ich noch eine Pinkelpause ein und bemerkte dann in der Wiese stehend eine relativ große Wagenkolonne hinter uns. Irgendwelche Begleitfahrzeuge, Polizeiautos und auch Motorräder. Die schöne Thüringer Kulisse nutzend, von staunenden Polizei-Augen beobachtet, verrichtete ich ganz gemütlich mein Geschäft. Ein zuvor überholter Radfahrer, der nicht einsteigen wollte, überholte nun seinerseits laut schimpfend meine Begleit-Fahrzeuge.
Endlich im Ziel wurde ich laut gröhlend und feixend empfangen. War mir aber wurscht, ich hatte auch meinen Spaß. Und bis zu der kaputten Kette einen Schnitt von 36,28 km/h sowie freien Blick auf den Führenden. Was will man mehr?
Grüße, bis später...