da kommt mal ein Bericht von mir.
Zoro hat mich Samstag so gegen 12Uhr abgeholt und es ging mit Verspätung - aber ohne etwas zu vergessen - nach Nürnberg. Neben der üblichen Bestückung der Tasche für ein Rennen wurden Medis, vor allem gegen Halsschmerzen, eingepackt. Ja ich bin noch etwas erkältet.
In Nürnberg herrscht das pure Chaos, Baustellen ohne Ende und Umleitung wegen dem Rennen, die uns aber nicht wirklich betreffen. Das Hotelzimmer ist eher eine Hotel-Box wird aber wohl gehen. Räder schnappen und Unterlagen abholen. Im gleichem Atemzug wird die Strecke gleich mal abgefahren und als einfach aber windanfällig eingestuft. Zum Schluss der Test der Gesundheit:
Anfahrt zur Welle mit dem Ziel, "gar nicht oder ganz" dieses Ding hochzudrücken. So ziehe ich mit einem anderen Fahrer an Zoro vorbei, lasse diesen stehen und ziehe am Anschlag in den Berg. Es geht rechts weg, zum eigentlichen "Steilstück". Ich will gerade in den Wiegetritt da muss ich auch schon bremsen, ein Radfahrer kreuzt meinen Weg, er hat Vorfahrt. Mein Begleiter zieht vorbei und ich wieder an, zu spät, es geht gar nichts mehr, Lunge brennt, Beine dicht, kurz um, es sieht nicht gut aus für morgen, denn warmgefahren war ich.
Im Hotel, erst einmal Vuelta und Simpsons, dann ab in die Stadt, ESSEN!!!! Es geht in eine kleine Pizzaria, sehr lecker inkl. bekanntem Besuch, TEAM MILRAM am "Nachbartisch". Die trinken Wein, das ist wohl mein Fehler, ich trinke immer nur Cola oder so
6uhr aufstehen, essen fertigmachen und los geht es.
Warmfahren, aufstellen und warten, dass es losgeht ist dann so die Beschäftigung der letzten 40min vor dem Start. Ich stelle mich nicht ganz vorne auf, jedoch noch vor dem Team von Univega, der Macht dieses Jahr im GCC.
Es geht los, im Kopf sind noch die Gedanken an "die werden bestimmt die ersten beiden Runden drücken und dann nur noch die letzten beiden Runden Tempo machen", welches ich Zoro am Anfang prophezeite.
Nee, es geht langsam los und ein Fahrer von Corratec geht raus. So werden die ersten beiden Runden ergehen, ohne große Probleme, was mich erstaunt, weil ja krank und so. Was soll es, ärgern werde ich mich darüber bestimmt nicht.
Bei der Durchfahrt zur dritten Runde, ich höre wohl nicht richtig - „1:40 Vorsprung“ - ich denke‚ das kann doch wohl nicht wahr sein und keiner fährt, und Corratec legt die Beine hoch, Univega spielt mit der Stärke, keiner macht etwas. Ich kämpfe mich nach vorne, was auf den engen Straße nicht leicht ist. Kopfsteinpflaster, leichtes jedoch wird hier fast gebremst. Ich nutze die Chance und ziehe ganz nach vorne und beschleunige das Feld. Ich trete wie ein
Ich nehme auf Anraten von Mitfahrern etwas raus, versuche es eine Runde später noch einmal und gewann sogar 2 Mitstreiter und musste feststellen, Univega und Corratec mögen mich nicht, denn diese setzten auf einmal alles daran meine Mitstreiter und mich zu bekommen, obwohl diese kleinen Fluchtgruppen die ganze Zeit existierten.
Es kommt was kommen musste, drei Fahrer fahren raus, Univega, Corratec und Team Glatte Wade. Das Rennen war gelaufen, ich versuche noch einmal an diese Fahrer heran zu kommen, konnte lange den Vorsprung dieser konstant halten. Häufige Ausbremsmanöver, voll vorbei und davorsetzten, sorgten jedoch für eine unrhythmische Fahrweise und ich gab auf. Hier sind wieder zwei Fahrer zu erwähnen, welche mich kräftig unterstützten. Noch zwei Runden, wieder versucht es ein Fahrer und ich springe vor um an einer doppel-links-Passage vorne zu sein und so der „Ziehharmonika“ zu entgehen. Und so geht es in die letzte Runde, mit 1:20 Rückstand. Ich wusste übrigens erst am „Berg“, dass es schon die letzte Runde ist. Sofort nehme ich etwas raus und versuche nur noch VORNE zu bleiben und sicher durchzukommen. Gespräche nach dem Rennen bestätigen dieses. Mir wurde von mehreren Stürzen berichtet. Es wurde immer enger vorne, vor allem weil die zu überrundenden Fahrer entgegen der Rennregeln nicht rechts fuhren und die Anzahl von ihnen immer größer wurden. Es kommt zum Sprint um Platz 4 und ich habe das Hinterrad was ich wollte, „Nico (Gesamtführender des GCC, Anmerkung von mir), dich werde ich halten“ denke ich mir so, und schon passiert es, rechts fliegt einer über die Bande, sah ganz übel aus, etwa 53km/h und ich immer noch bei Nico
Die Straße ist so eng, mehr als 4-5 nebeneinander gehen nicht und vor mir kommt es zum Supergau, ein Fahrer taucht vor mir auf, ich denke "der steht!" (ich fahre auf der Strecke genau in der Mitte) und ich muss mich mit meinen Vorderrad an Nico seinem anlehnen und bin froh das ich nach 20m Vorderrad am Hinterrad an diesem Fahrer vorbei bin und noch sitze. Noch einmal alles geben bringt mir dann Platz 17 ein. Durch die langsame Fahrweise am Anfang in der AK leider nur 26. Weil zu viele von der B nach vorne gekommen sind.
Rundenzeiten: 19:29/19:47/18:58/19:32/18:33/19:18/18:21

