offene LVM Sachsen - Bergfahren
Verfasst: Mo 29. Sep 2008, 22:37
Da es ja Interessensbekundungen gab, möchte ich hier mal mein Erlebnis kommentieren ... Es geht um diesen "Hügel", welchen wir aber nur im Bereich von 336-516 Höhenmeter absolvieren mussten/durften.
Um 9 Uhr antreten führt zu der suspekten Situation an einem Sonntag um 5 Uhr aufzustehen um dann um 6 Uhr nach Waldkirchen zu starten. 7:45 ist Ankunft in der Arktis, denn die 4øC lassen nichts Gutes erahnen.
Organisatorisch ist das Rennen top. Wer also einmal Interesse hat sich als Hobby-Bergsprinter versuchen zu wollen, dem kann ich es nur Empfehlen.
Denn so gibt es die Möglichkeit seine Jacke am Start abzugeben, welche dann vom Führungsauto ins Ziel gefahren wird, damit man Sie sich dort wieder abholen kann.
Wir starten also um 9 Uhr von den 36 Leuten auf der Startliste erscheinen erstmal nur 22 ... damit ist die Qualifikation für den 2. Durchgang eigentlich kein Problem, denn diesen dürfen nur die besten 20 in Angriff nehmen.
Ich stehe also am Start der Knall der Startpistole ertönt. Ich versetze das rechte Pedal in Bewegung um mit den linken Schuh einzuklicken und was passiert: der "worst-case". Das Einklicken funktioniert nicht und dummerweise ist bei 5% Steigung der Schwung auch schnell verpufft ... es folgt ein absetzen und ein zweiter Versuch, und schwups sammelt man durch die eigene Unfähigkeit 10 - 15 s Rückstand ein ... Sche**e. Diese Zeit kam mir unendlich lang vor ...
Das Feld ist schon entfleucht, aber mir ist schön warm: Adrenalin machts möglich. Das Ziel, wenn ich überhaupt denken konnte, war natürlich nur irgendwie 2 Leute zu überholen, um zumindest nicht gleich nach Hause zu fahren, dies gelingt mir auch. Mit Tempo 34 geht es die ersten Meter hinauf. Im steilen Stück kette ich 34-23, welche sich als durchaus passabel erweist.
Zur Hälfte der Strecke habe ich 2 Leute eingeholt und damit das Minimalziel erreicht, letztendlich hole ich noch 3 weitere Leute ein und komme mit einer zeit von 6:33 min ins Ziel. Der Sieger des ersten Laufes und spätere Sieger schaffte es in 5:59 min.
Im ersten Moment ist die Enttäuschung über den sinnlosen Start rießig. Was wäre nur möglich gewesen, wenn ...
Jetzt heißt es erstmal bis um 11 Uhr warten, denn dann ist der zweite Lauf. In der Zwischenzeit folgt eine Kaffeepause mit Beobachtung andere Rennen.
Um 11 Uhr folgt das Märtirium, aber zumindest scheint die Sonne bei 11øC: Am Start habe ich ja bereits 34 s Rückstand auf den Gewinner des ersten Laufes ... Auf Platz 9 sind es 20 Sekunden. Ich starte diesmal ohne Probleme mit diesem Moment fallen schon Steine von mir ab ... und die 10 s Rückstand auf den Vordermann sind bereits nach 500 m pas‚. Kurz vor dem Ziel schaffe ich es auf Platz 14, allerdings werde ich im Sprint noch überspurtet. Somit bleibt Platz 15. Den zweiten Lauf absolviere ich in 6:15 min.
Der Sieger hat eine Gesamtzeit von 11:45. Ich bin mit 12:48 also "deutlich zurück". Allerdings muss ich sagen, das ich mit meiner Zeit extrem zufrieden bin. Anfang September habe ich diesen Anstieg besichtigt und konnte damlas gerade mal eine Zeit von 7 Minuten generieren, dabei war ich natürlich noch weit von der Kotzgrenze entfernt, aber ich bin mit der Zeit von 6:15 min wirklich zufrieden. Wenn der sinnlose Start im 1. Lauf nicht gewesen wäre, hätte ich sogar von einer Top 10 träumen dürfen, denn vor mir waren 5 Leute mit nicht einmal 15 s Abstand. Aber hätte wenn und aber ...
Am meisten habe mich die Jugendklassen übberascht: da fahren 10 Jährige diesen Hügel hoch: wo bestimmt 50% der Jedermänner absteigen würden. Ein Fahrer der U 15 ist kurz nach dem Zielsprint einfach umgefallen ... wo in manch anderen Sportarten rege Aufregung geherrscht hätte, kam hier der Betreuer vom RSV Venusberg mit einer Flasche Wasser und richtete den Jungen auf und gab ihm etwas Wasser. Zuschauer fotografierten die Leiden des jungen V. (enusbergerfahrers). In diesem Moment habe ich mich an Bergankünfte von den großen Rundfahrten erinnert gefühlt: Leiden ist anscheinend doch alles und die Faszination am Sport ...
Nächstes Jahr, so wie mich meine Beine tragen, werde ich wieder daran teilnehmen, nur vorher fahre ich einmal das Nebelhorn
Hier gibt es die Ergebnisse: http://www.rsv54.de/ergebnisse/2008/2008-09-28/index.html
Hier sind noch zwei Bilder:
Nummer 1 bei Aufwärmen ... Nr. 2 ist kurz vor dem ziel des zweiten Laufes.... zum Glück hat der Fotograf den Zoom der Kamera nicht benutzt, deshalb sind meine Leiden verpixelt
Um 9 Uhr antreten führt zu der suspekten Situation an einem Sonntag um 5 Uhr aufzustehen um dann um 6 Uhr nach Waldkirchen zu starten. 7:45 ist Ankunft in der Arktis, denn die 4øC lassen nichts Gutes erahnen.
Organisatorisch ist das Rennen top. Wer also einmal Interesse hat sich als Hobby-Bergsprinter versuchen zu wollen, dem kann ich es nur Empfehlen.

Denn so gibt es die Möglichkeit seine Jacke am Start abzugeben, welche dann vom Führungsauto ins Ziel gefahren wird, damit man Sie sich dort wieder abholen kann.
Wir starten also um 9 Uhr von den 36 Leuten auf der Startliste erscheinen erstmal nur 22 ... damit ist die Qualifikation für den 2. Durchgang eigentlich kein Problem, denn diesen dürfen nur die besten 20 in Angriff nehmen.
Ich stehe also am Start der Knall der Startpistole ertönt. Ich versetze das rechte Pedal in Bewegung um mit den linken Schuh einzuklicken und was passiert: der "worst-case". Das Einklicken funktioniert nicht und dummerweise ist bei 5% Steigung der Schwung auch schnell verpufft ... es folgt ein absetzen und ein zweiter Versuch, und schwups sammelt man durch die eigene Unfähigkeit 10 - 15 s Rückstand ein ... Sche**e. Diese Zeit kam mir unendlich lang vor ...
Das Feld ist schon entfleucht, aber mir ist schön warm: Adrenalin machts möglich. Das Ziel, wenn ich überhaupt denken konnte, war natürlich nur irgendwie 2 Leute zu überholen, um zumindest nicht gleich nach Hause zu fahren, dies gelingt mir auch. Mit Tempo 34 geht es die ersten Meter hinauf. Im steilen Stück kette ich 34-23, welche sich als durchaus passabel erweist.
Zur Hälfte der Strecke habe ich 2 Leute eingeholt und damit das Minimalziel erreicht, letztendlich hole ich noch 3 weitere Leute ein und komme mit einer zeit von 6:33 min ins Ziel. Der Sieger des ersten Laufes und spätere Sieger schaffte es in 5:59 min.
Im ersten Moment ist die Enttäuschung über den sinnlosen Start rießig. Was wäre nur möglich gewesen, wenn ...
Jetzt heißt es erstmal bis um 11 Uhr warten, denn dann ist der zweite Lauf. In der Zwischenzeit folgt eine Kaffeepause mit Beobachtung andere Rennen.
Um 11 Uhr folgt das Märtirium, aber zumindest scheint die Sonne bei 11øC: Am Start habe ich ja bereits 34 s Rückstand auf den Gewinner des ersten Laufes ... Auf Platz 9 sind es 20 Sekunden. Ich starte diesmal ohne Probleme mit diesem Moment fallen schon Steine von mir ab ... und die 10 s Rückstand auf den Vordermann sind bereits nach 500 m pas‚. Kurz vor dem Ziel schaffe ich es auf Platz 14, allerdings werde ich im Sprint noch überspurtet. Somit bleibt Platz 15. Den zweiten Lauf absolviere ich in 6:15 min.
Der Sieger hat eine Gesamtzeit von 11:45. Ich bin mit 12:48 also "deutlich zurück". Allerdings muss ich sagen, das ich mit meiner Zeit extrem zufrieden bin. Anfang September habe ich diesen Anstieg besichtigt und konnte damlas gerade mal eine Zeit von 7 Minuten generieren, dabei war ich natürlich noch weit von der Kotzgrenze entfernt, aber ich bin mit der Zeit von 6:15 min wirklich zufrieden. Wenn der sinnlose Start im 1. Lauf nicht gewesen wäre, hätte ich sogar von einer Top 10 träumen dürfen, denn vor mir waren 5 Leute mit nicht einmal 15 s Abstand. Aber hätte wenn und aber ...
Am meisten habe mich die Jugendklassen übberascht: da fahren 10 Jährige diesen Hügel hoch: wo bestimmt 50% der Jedermänner absteigen würden. Ein Fahrer der U 15 ist kurz nach dem Zielsprint einfach umgefallen ... wo in manch anderen Sportarten rege Aufregung geherrscht hätte, kam hier der Betreuer vom RSV Venusberg mit einer Flasche Wasser und richtete den Jungen auf und gab ihm etwas Wasser. Zuschauer fotografierten die Leiden des jungen V. (enusbergerfahrers). In diesem Moment habe ich mich an Bergankünfte von den großen Rundfahrten erinnert gefühlt: Leiden ist anscheinend doch alles und die Faszination am Sport ...
Nächstes Jahr, so wie mich meine Beine tragen, werde ich wieder daran teilnehmen, nur vorher fahre ich einmal das Nebelhorn
Hier gibt es die Ergebnisse: http://www.rsv54.de/ergebnisse/2008/2008-09-28/index.html
Hier sind noch zwei Bilder:
Nummer 1 bei Aufwärmen ... Nr. 2 ist kurz vor dem ziel des zweiten Laufes.... zum Glück hat der Fotograf den Zoom der Kamera nicht benutzt, deshalb sind meine Leiden verpixelt


