Ich weiß nicht. Gerade seine Bemerkungen zu Scharping haben mich geärgert. Da spekuliert er natürlich zu Recht darauf, daß der gute Mann als Politiker oft eine unglückliche Figur abgegeben hatte und sich deshalb dem Publikum schnell ein paar Lacher entlocken lassen. Als Verbandspräsident und auch schon vorher sonnte er sich im Glanz seiner Sportler, jetzt geht er nach den Dopingvorwürfen auf Distanz. Was ist daran verwerflich?Ritzelconnection hat geschrieben:Apropos „Schulterklopfer“ – der Seitenhieb auf Scharping war die fast einzige nachvollziehbare und schlüssige Bemerkung die über Ullrichs Lippen ging.
Scharping ist ein leichtes Ziel, in gewisser Weise hat er sich auf den Schwächsten gestürzt, eine Person, der es in verblüffender Naivität gelungen war, sich öffentlich zum Kasper zu machen - das entspricht in etwa Ullrichs eigener Tragik.
Eigentlich müßte er einiges Verständnis für Scharping aufbringen. Der Abstieg vom Minister zum BDR-Präsidenten weist auch nicht weniger Fallhöhe auf als der vom Toursieger zum Pressesprecher für Reifendichtmittel.
